14.9.2015 von Colorado nach Arizona, weiter ins Monument Valley in Utah


Heute haben wir wieder viel erledigt. Zuerst einmal einkaufen, dann zu AT&T und eine amerikanische Telefonkarte kaufen. 1000 Minuten telefonieren und 4 GB Internet im Monat für 60$. Das ist normal und erspart uns vielfach die Suche nach freiem Internet in Supermärkten, Coffeeshops oder Büchereien. Schließlich wollen wir täglich das aktuelle Wetter und evtl. ein paar Nachrichten anschauen. Und nicht zu vergessen, die vielen Reservierungs-Anrufe, die getätigt werden müssen. Für fast alles muss man hier eine Reservierung haben. Es reicht vielfach am gleichen Tag, aber eine Reservierungsnummer muss sein. Unsere homepage werden wir weiterhin mit superschnellem Internet in öffentlichen Büchereien auf dem Laufenden halten. Unsere deutsche Karte hatte zwar international roaming, aber mit der Netzauswahl hier waren wir nicht zufrieden. AT&T hat einfach die beste Netzabdeckung, selbst in der Wüste und in den Nationalparks hat man ein Netz.

Gegen Mittag ist alles erledigt und wir fahren Richtung Monument Valley. Dabei kommen wir an 4Corners vorbei. Dem einzigen Punkt in ganz Nordamerika, an dem 4 Staatengrenzen aufeinander treffen: Arizona, Utah, Colorado und New Mexico treffen hier aufeinander. 

Die Navajos, die den Park betreuen, verlangen 5$ Eintritt pro Person. Dann sieht man den Kreuzungspunkt und darum herum allerlei Verkaufsstände für indianischen Schmuck, Pfeile etc. Auch Touristen-T-Shirts werden verkauft. Eben der übliche Quatsch. 

Danach geht es weiter Richtung Monument Valley. Schon von der Straße aus kann man die schönen Felsen sehen. Vor zig Tausenden von Jahren soll es mal ein einziges, zusammenhängendes Hochplateau gewesen sein. Kaum vorstellbar! Da es heute bedeckt ist, ergeben sich durch die Regenwolken und die Sonne ganz tolle Bilder. Wir zahlen an der Parkeinfahrt 20$ Eintritt. Da es kein Nationalpark und kein State Park  ist, sondern ein Navajo Tribal Park, können die nehmen, was sie wollen. Im Park stellt sich dann heraus, dass man mit RV's und Motorbikes die Parkstraße nicht befahren darf. Wenn man die 17 Meilen rund um die Felsformationen fahren will, ist man auf ein Tourfahrzeug (Pick-Up mit bis zu 9 Sitzen) der Navajos angewiesen. Preis pro Person 60$. Der, im Park liegende, Campingplatz fängt bei 50$ an! D.h., für den gleichen Anblick, wie von der Straße aus, bist Du mindestens 140 $ los. Das ist Abzocke der übelsten Form! 

Ein Wort zu den sogenannten Native People: Es gibt sie ja auf fast allen Kontinenten, seien es die Indianer hier in Nordamerika, die Aboriginis in Australien etc., sie alle erhalten staatliche Unterstützung und brauchen für ihren Lebensunterhalt nicht zu arbeiten. Das merkt man in allen Bereichen. Ob es die Parks sind, für die sie verantwortlich sein sollen, oder die Museen, überall ist es ungepflegt und schmutzig. Aber viel Geld kann man für etwas verlangen, für das man nichts geleistet hat. So kann das nicht richtig sein! Auch Touristen in fernen Ländern sollten das Denken nicht einstellen. Unserer Meinung nach, sollte man für so etwas nicht auch noch bezahlen! 


15.+ 16.9.2015 Fahrt vom Monument Valley zum Natural Bridges Nationalpark

Heute geht es zum Natural Bridges Nationalpark. Dort kann man im Sandstein ausgeformte Brücken sehen. Diese sind durch ständigen Wasserdruck eines Flusses entstanden. Wir fahren zuerst den #193, dann nehmen wir die nach Norden abzweigende 261, um auf die 95 Richtung Natural Bridges zu kommen. Das war eine gute Entscheidung. Erst einmal haben wir eine spektakulärere Straße erlebt. Das war der Trollstigen in Norwegen. Aber hier geht es genauso über sehr enge Serpentinen auf einer nicht asphaltierten Straße (Schotterpiste) in die Höhe. Fahrzeuge über eine Länge von 26 Fuß sollen sie nicht befahren. Als wir am Fuß der Steigung ankommen, regnet es in Strömen. Wir warten den Regen ab und machen uns dann auf den Weg. Wir haben 80 Fotos nur von der Fahrt nach oben gemacht. Es war wirklich atemberaubend. Zum einen die Aussicht, zum anderen die steile Straße mit ihren engen Kehren. Ich habe sogar vor lauter Aufregung meine Höhenangst vergessen. Außderdem haben wir volles Vertrauen in unseren Dicken, der schon ganz andere Steigungen auf schlechteren Straßen geschafft hat. Natürlich nur Dank meines hervorragenden Fahrers!!!!

Danach geht es auf normaler Straße weiter zum Nationalpark. Wir lassen uns in der Visitor Information einen Plan geben und erfahren, dass der Campground nur 13 Stellplätze hat und relativ schnell voll ist. Aber wir haben Glück und bekommen noch einen Platz. Von hier sind es nur 14,5 km auf einer Ringstraße, zu den einzelnen "Brücken". Zu zwei Brücken geht jeweils ein relativ kurzer, aber abenteuerlicher Trail, teilweise über Felsen, Leitern und Stufen, denn es müssen Höhenunterschiede bis zu 150 Meter hinab- und auch wieder hinaufgestiegen werden.  Aber die Anstrengung wird durch wunderschöne Ausblicke auf die Felsformationen und natürlich die Brücken belohnt. Mittags sind wir schon wieder auf dem Campground und grillen. Danach wird das Auto vom Staub befreit. Wenigstens ein bisschen. Den Rest des Tages ruhen wir uns aus und machen Pläne für die nächsten Tage.

17.9.2015 Über die 95 und die 24 zum Capitol Reef Nationalpark

Wer denkt, dass das Monument Valley toll ist, der sollte einmal die 95 fahren. Hier gibt es Felsenformationen, die man kaum glauben mag. Von den Farben wie auch von den Formen der reinste Augenschmaus. Wir kommen den ganzen Tag aus dem Staunen nicht heraus. Jede Kurve bietet einen neuen Ausblick und da das Land, trotz der Höhe von 2000 Metern, flach ist, geht der Blick manchmal 100 bis 200 km weit. Durch die vielen Fotostopps brauchen wir für die 120 Meilen bis zum späten Nachmittag. Als wir dann endlich am Campground im Capitol Reef Nationalpark ankommen, ist der Campground bereits voll. Wir haben jedoch ca. 10 Meilen zurück einen Parkplatz gesehen, der noch ausserhalb der Parkgrenzen liegt und freies Übernachten erlaubt. Also fahren wir das Stück zurück und verbringen eine sehr ruhige Nacht mit einem fantastischen Sternenhimmel über uns. 


18.9.2015 Capitol Reef Nationalpark

Wir machen uns zeitig auf den Weg und treffen um kurz nach Neun am Campground ein. Und jetzt gibt es freie Plätze zum aussuchen. Schnell haben wir einen gefunden, der uns zusagt. Wir müssen ja bei Baumbepflanzung immer darauf achten, dass wir uns mit tiefhängenden Ästen das Auto nicht zerkratzen. Der Camphost kommt vorbei und fragt, ob wir bleiben möchten. Er gibt uns sofort einen Bezahl-Umschlag und bittet uns, uns direkt anzumelden, da der Campground schon fast wieder voll sei. Und tatsächlich, keine Stunde später, wir haben gerade unseren zweiten Kaffee getrunken, sind alle Plätze schon wieder belegt. Nun, wo wir uns unseren Platz gesichert haben, fahren wir den Scenic Way (eine Straße, die 13 km in den Park hineinführt) ab und finden am Ende, wo wir eigentlich auf eine kleine Wanderung gehen wollten, einen übervollen Parkplatz vor. Also wenden wir und machen uns auf den Weg zurück. Hier im Capitol Reef geht es auch nur um Felsformationen, die sich - je nach Lichteinfall - immer wieder anders präsentieren. Zurück am Campground ziehen wir unsere Wanderschuhe an und machen uns auf einen kurzen Weg. Der hat es allerdings in sich. Die ersten 500 Meter gehen flach am Ufer eines Flusses entlang. Dann kommt der Weg bergauf. Auf einer Länge von 1,2 km müssen 300 Höhenmeter erstiegen werden. Der Weg ist schmal und geht steil immer an den Felswänden entlang nach oben. Ich habe mal wieder meinen Hut vergessen und mein Kreislauf hat ganz schön zu kämpfen. Aber die Aussicht von oben ist grandios. Es ist leider kein Rundkurs, sondern man muss den gleichen Weg wieder zurück laufen. Um 17.00 Uhr sind wir wieder am Auto. Und wieder geht ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Wir müssen viel fotografieren und täglich unser Tagebuch schreiben, damit wir uns nachher, wenn wir wieder  zu Hause sind, alles wieder vor Augen und ins Gedächtnis rufen können. 


19.-21.9.2015 Bryce Canyon Nationalpark

Samstag fahren wir rüber zum Bryce. Die Strecke führt uns durch den Dixie Nationalforrest. Unsere Augen müssen sich erst wieder an grüne Laubbäume gewöhnen. Die letzten Wochen haben wir immer nur Kiefern gesehen. Aber hier, im Dixie fängt schon langsam die Herbstfärbung an. Und vereinzelt schweben auch schon Blätter zu Boden. Der Wald und die wirklich wunderschöne Strecke, die über Kilometer auf einem Grat zwischen zwei Canyons auf einer Höhe von 2.900 Metern hindurchführt, läßt uns recht oft für einen Fotostop anhalten. So kommt es, dass wir den Bryce heute nicht mehr erreichen. Wir übernachten an einem kleinen See in einem Statepark. Hier merkt man bereits den Temperaturumschwung. Tagsüber 25-27° und nachts runter bis auf 4°. 


Sonntag vormittag erreichen wir die Einfahrt zum Bryce Nationalpark. Es gibt drei Kassenhäuschen und vor jedem Häuschen hat sich bereits jetzt eine lange Schlange gebildet. Wir zeigen unseren Jahrespass und zahlen - NICHTS!  Der Pass hat sich schon lange bezahlt gemacht. Wir bekommen einen Parkplan und genaue Anweisungen, wo wir mit dem Wohnmobil parken dürfen und wo nicht. Angesichts der Massen an Touristen, die per PKW, Reisebuss und Wohnmobil den Park stürmen, verwundert uns das nicht. Wir zahlen direkt für 2 Nächte, da wir hier zwei Wanderungen machen wollen. Es ist schon sehr warm. Zuerst machen wir eine Pause und lesen uns die Parkzeitschrift durch, die die einzelnen Trails en detail beschreibt und zugleich auf den Shuttle-Bus des Parks verweist, mit dem man die einzelnen Aussichtspunkte im Nordteil ansteuern kann. Die Busse verkehren im 15-Minuten-Takt. so daß es ein Leichtes ist, ohne lange Wartezeiten, von A nach B zu kommen. 

Als die Wärme etwas nachlässt, fahren wir mit dem Bus zum äußersten südlichen Aussichtspunkt des Nordteils des Parks - zum Bryce Point.

Von hier laufen wir 2,9 Meilen immer oben auf dem Grat zurück zum Campingsplatz. Um uns herum hört man französisch, deutsch, holländisch und ganz selten auch mal englisch. Obwohl der Trail immer bergauf und bergab geht, verlassen wir nicht die Höhe. Stets schauen wir hinab auf die vielen Sandsteinformationen. Am frühen Abend sind wir erschöpft zurück.

Montag geht es ganz früh los. Wir wollen unsere Wanderung durch den Queens Garden und den Navajo-Trail bis hinunter auf den Grund des Canyons machen, bevor es mittags wieder zu warm wird. Zuerst geht es wieder auf dem Grat entlang, diesmal auf der Südseite der Gesteinsformationen. Dann geht es moderat, aber kontinuierlich bergab, bis wir unten am Grund des Canyons angelangt sind. Auf einem relativ kurzen Weg (nur 1,3 km) ging es 300 Höhenmeter abwärts. Dann haben wir Queens Garden erreicht, wo es eine Gesteinsskulptur gibt, die aussieht wie Queen Victoria. Danach geht es über den Navajo Trail wieder nach oben. Wir hätten einen weniger steilen Aufstieg wählen können, aber dann wären uns fantastische Eindrücke entgangen. Am Anfang des Wegen haben wir ein Schweizer Ehepaar kennengelernt, die hier mit einem Mietmobil 8 Wochen unterwegs sind. Durch die netten Gespräche merken wir alle gar nicht, wie schnell wir voran kommen. Zum Schluß geht es die "Wall Street" hinauf, ein sehr steiles Wegstück, das sich serpentinenmäßig wieder nach oben schlängelt. Bereits um 13.00 Uhr sind wir zurück. Während ich unser Tagebuch schreibe, kocht Hermann uns eine Bohnensuppe für morgen. 

Denn morgen fahren wir mit dem Auto die südlichen Aussichtspunkte des Parks an, die nicht vom Shuttlebus bedient werden. Danach geht es weiter Richtung Zion Nationalpark. 


22.9.2015 Auf dem Weg zum Zion

Wir verlassen den Bryce NP auf der 12 und halten nochmal in Bryce Village an um zum einen Gas zu tanken und zum anderen den Dicken mal wieder zu waschen. Es gibt eine sehr konfortable Waschhalle mit Hochdruckreinigern auf beiden Seiten und sogar Arbeitsbühnen, damit Hermi auch mal das Dach reinigen kann. Danach können wir noch das Nötigste an Lebensmitteln einkaufen (Supermarkt ist hier nicht!) und dann gehts weiter. Aber anstatt an der Kreuzung mit der 89 nach links Richtung Zion abzubiegen, fahren wir 7 Meilen nach rechts zur kleinen Stadt 

Panguitch. Uns ist heute nämlich nicht nach rasen, sondern nach trödeln. Wir schlendern ein bisschen durch den kleinen Ort und finden einen 

netten Laden, der lauter altes Cowboyzeug verkauft. Vom Revolvergürtel über Cowboystiefel bis hin zu den "Gaucho"-Hosen kann man alles 

kaufen. Es gibt sogar einen Ständer mit uralten Postkarten. Ein paar haben wir verkauft und anschließend verschickt. Wer also eine kriegt, 

sollte sie nicht wegwerfen. IST ANTIK!!!

Ein leckeres Eis gibts danach auch noch, bevor wir wieder langsam in die richtige Richtung fahren. Wir fahren nicht weit, kurz vor 18 Uhr kommt 

hinter Alton eine Rest Area. Sie liegt abseits der Straße und ist daher sehr ruhig. Also haben wir unseren Übernachtungsplatz bereits gefunden. 


23.9.2015 Ankunft im Zion mit vielen Hindernissen

Wir fahren morgens zuerst die 89 und biegen an der Carmel Jct. nach rechts ab auf die 9 - 17 Meilen bis zum Osteingang des Zion 

Nationalparks. Als wir am Eingang des Parks ankommen, erhalten wir von einem Ranger ein Papier mit zahlreichen Hinweisen, wie wir am 

besten zum Südeingang kommen. Die Straße 9 ist nicht weiter befahrbar, da einige dicke Felsbrocken heruntergekommen sind und den Weg 

versperren. Es gibt auch keine Auskunft, ab wann die Straße wieder zu befahren wäre. Der kürzeste Weg für uns bedeutet immerhin 102 Meilen 

Umweg. Also fahren wir zurück auf die 89 und nach einem Blick auf die Karte beschließen wir, Richtung Coral Pink Sand Dunes Statepark zu 

fahren. Das spart uns mindestens 50 Meilen, auch wenn das letzte Stück dieser "Abkürzung" 8 Meilen durch roten Dünensand bedeutet. Die 

Sand Dunes sind ein Eldorado für ATV-Fahrer, die hier jeden Tag mit ihren Buggys durch den Staub düsen.Wieder auf der Hauptstraße 

angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Kreuzung La Verkin.

Hier kann man zwar tanken und essen, aber einkaufen ist wieder nicht. Also weiter Richtung Zion Village, vielleicht gibts ja da einen 

vernünftigen Supermarkt. Hier angekommen, stellen wir fest, dass es hier fast alles gibt: Restaurants, Fast-Food-Ketten, Tankstellen, Motels, 

Hotels, Lodges etc. Aber - keinen Supermarkt.

Aber einen zusätzlichen Campground als Alternative zu den beiden Park-Campgrounds, die natürlichnachmittags bereits rappelvoll sind. Keine Chance auf einen freien Platz. Wir wenden uns also zurück Richtung Quality Inn. Dieses Motel betreibt auch einen Campground, eine Meile vom Parkeingang entfernt. Stolzer Preis 51 $ die Nacht. 

Wir stehen jetzt hier schön "in Reihe" und fahren morgen auf den Park-Parkplatz und fahren von dort mit dem Shuttle-Bus in den Park hinein.

23.9.2015 Ankunft im Zion mit vielen Hindernissen

Wir fahren morgens zuerst die 89 und biegen an der Carmel Jct. nach rechts ab auf die 9 - 17 Meilen bis zum Osteingang des Zion Nationalparks. Als wir am Eingang des Parks ankommen, erhalten wir von einem Ranger ein Papier mit zahlreichen Hinweisen, wie wir am besten zum Südeingang kommen. Die Straße 9 ist nicht weiter befahrbar, da einige dicke Felsbrocken heruntergekommen sind und den Weg versperren. Es gibt auch keine Auskunft, ab wann die Straße wieder zu befahren wäre. Der kürzeste Weg für uns bedeutet immerhin 102 Meilen Umweg. Also fahren wir zurück auf die 89 und nach einem Blick auf die Karte beschließen wir, Richtung Coral Pink Sand Dunes Statepark zu fahren. Das spart uns mindestens 50 Meilen, auch wenn das letzte Stück dieser "Abkürzung" 8 Meilen durch roten Dünensand bedeutet. Die Sand Dunes sind ein Eldorado für ATV-Fahrer, die hier jeden Tag mit ihren Buggys durch den Staub düsen.Wieder auf der Hauptstraße angekommen, ist es nicht mehr weit bis zur Kreuzung La Verkin.

Hier kann man zwar tanken und essen, aber einkaufen ist wieder nicht. Also weiter Richtung Zion Village, vielleicht gibts ja da einen vernünftigen Supermarkt. Hier angekommen, stellen wir fest, dass es hier fast alles gibt: Restaurants, Fast-Food-Ketten, Tankstellen, Motels, Hotels, Lodges etc. Aber - keinen Supermarkt.

 Aber einen zusätzlichen Campground als Alternative zu den beiden Park-Campgrounds, die natürlich

nachmittags bereits rappelvoll sind. Keine Chance auf einen freien Platz. Wir wenden uns also zurück Richtung Quality Inn. Dieses Motel betreibt auch einen Campground, eine Meile vom Parkeingang entfernt. Stolzer Preis 51 $ die Nacht. 

Wir stehen jetzt hier schön "in Reihe" und fahren morgen auf den Park-Parkplatz und fahren von dort mit dem Shuttle-Bus in den Park hinein.


24.+25.9.2015

Wir machen uns auf den Weg in den Park. Hermann möchte doch versuchen, heute morgen einen Platz auf dem Park-Campground zu bekommen. Wir sind auch relativ früh dran und sehen ein Pärchen, das gerade sein Zelt einpackt. Wir fragen, ob sie abreisen. Sie tun es. Gott sei Dank, damit ist uns ein schöner, großer Stellplatz sicher. Schnell das übliche Procedere, Umschlag geholt, alles ausgefüllt und Geld hinein und alles in den Geld-Kasten am Eingang. Den tag an unseren post - und voila - Küppis sind eingezogen. Die Haltestelle für den Shuttle-Bus ist keine 100 Meter entfernt. Nachdem wir uns eingerichtet haben, ziehen wir die Wanderschuhe an, packen Mützen und Sonnenschutz und viel Wasser in den Rucksack und brechen auf. Die Shuttlebusse halten an 9 Haltestellen im Park (wo es jeweils was zu gucken gibt oder aber ein Trail startet). Wir wollen bis zum Ende, da von dort ein schöner Spaziergang bis zum Canyon geht. Man könnte noch weiter gehen, jedoch muss man dazu an einigen Stellen durch den Fluß waten und das gefällt uns nicht. Außerdem geht es hier zu, wie bei uns auf der Kö. Das ist nicht so schön. Wir sind froh, dass wir mittags schon wieder am Auto sind. Es sind - im Schatten - 35°. Und das hier im Canyon-Kessel fühlt sich noch viel wärmer an. Es geht kein Wind. Das ändert sich aber in der Nacht. Wir meinen, wir würden weggeweht. Es stürmt richtig. Am anderen Morgen erkundigen sich unsere Nachbarn, die mit einem Klapp-Anhänger aus Maine hier sind, bei einem der Hosts, ob das normal war, mit dem Sturm. Der Host klärt dann auf, dass es jede Nacht so sei, mal mehr, mal weniger Sturm. Aber Sturm ist immer. Wir mussten auch in der Nacht unsere Luken und Fenster schließen, so hat es gerappelt. Leider ging mit diesem Starkwind keine Abkühlung einher. Auch morgens waren es immer noch 22°. 

Wir wollen heute morgen eine weitere Wanderung machen und brechen daher früh auf, damit wir bis zur Mittagshitze wieder zurück sind. Die Wanderung wird mit 3,5 Stunden angegeben. Der Weg führt steil bergauf und auf halber Höhe der Felswand immer auf und ab zu drei Wasserfällen, die ihr Wasser in sogenannten pools sammeln. Leider ist das letzte Stück des Weges wegen eines Erdrutsches gesperrt. Wir verlängern unsere Wanderung noch etwas und laufen am Fluss entlang, bis zur Kreuzung mit dem Highway 9, der von Ost nach Süd den Park durchquert. Nur leider im Moment nicht, weil die 9 auf der Pass-Seite wegen eines Fels-Sturzes gesperrt ist. Wie uns der Ranger sagt, wird die Straße auch die nächste Woche noch gesperrt sein. Also müssen wir morgen den langen Weg wieder zurück fahren Richtung Grand Canyon. 

Pünktlich zum Mittagessen sind wir wieder am Auto. Es ist schon wieder so heiss, dass man nur im Schatten sitzen kann. Bloß nicht bewegen!

Eigentlich sollte es gebratene Nudeln zum Mittagessen geben, aber die neue Pfanne ist vom Kocher gerutscht und der ganze Schlamassel lag im Dreck. Oha, dabei ist doch das Füttern der Wildtiere strengstens verboten. Also schnell alles in die Plastiktüte geschaufelt und ab in den Müll damit. Nachmittags findet ein kleiner Squirrel (eine Art Erdmännchen) doch tatsächlich noch 2-3 Nudeln auf der Erde und freut sich. Wir dösen durch den Tag und nachts "bläst" es wieder. Wir müssen aber die Fenster auflassen, sonst ist die Hitze einfach zu groß. 

Zum Abschluß bleibt festzustellen: Der Zion Nationalpark ist leider zu klein, um die Menge an Besuchern aufzunehmen. Natürlich sind die Canyon-Wände beeindruckend, doch das haben wir woanders auch schon gesehen. Ein Besuch lohnt sich nur, wenn man sehr viel Zeit hat. Ist man nur für 2 oder 3 Wochen hier, kann man auf den Zion verzichten!