31.8.-2.9.2015 Durch den Teton NP, Idaho, Nevada nach Californien

Zuerst ging es bei noch sehr schönen Temperaturen durch den NP und Idaho. Es waren immer um die 25°. Zum Teton NP gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Wir durchfahren ihn in knapp 2 Stunden.Beeindruckend ist nur die Teton-Range. Eine wunderschöne Bergformation, auf der sogar Gletscher sichtbar sind. 

Danach müssen wir 66 Meilen Landstraße fahren - unter anderem über den wirklich sehenswerten Teton-Pass mit 2.500 Metern Höhe. Danach machen wir einen kurzen Stop in Jackson, hier sind insgesamt 7000 Geweihe an vier Eingängen zum Stadtpark aufgeschichtet. Natürlich muss ich Hermann dort fotografieren. Zur Belohnung gibt es ein dickes Eis im Hörnchen. Danach gehts noch zu Fred Meyer zum Einkaufen. Hermann möchte mal wieder Hühnersuppe kochen. Also kaufen wir Huhn, Lauch und Sellerie. Die Sellerieknolle hat die Größe einer Salatzwiebel. An der Kasse fragt uns die Kassiererin, was das sei. Wir erklären ihr, dass man das in Deutschland Sellerie nennt und es in die Suppe kommt. Sie kennt das nicht und hat es auch noch nie verwendet. Auch die umstehenden Hausfrauen kennen es nicht. Schließlich wird telefonisch die Storemanagerin geholt, die der Kollegin erklärt, dass es sich um Cellerie Root handelt. Aber was man damit mache, wisse sie auch nicht. Soviel zur amerikanischen Küche. Übrigens hat die kleine Knolle 2,80 $ gekostet.

In Idaho Falls treffen wir auf den Hwy 15 dem wir bis Pocatello folgen. Dann auf dem Hwy 86, später 84 bis Twin Falls. Jetzt sind es noch 43 Meilen bis zur Staatsgrenze nach Nevada. 

Aber heute, am 1.9. sind es schon 39°. 

Kurz hinter der Staatsgrenze - wo wir die Uhren wieder eine Stunde zurückstellen dürfen - ist der kleine Ort Jackpot. Wie der Name schon sagt, besteht er aus 4 Casinos, einigen Spirituosenläden und zahlreichen Motels, Hotels und Campgrounds. Auch wir suchen solch einen CP auf und Hermann kocht uns Hühnersuppe. 

Am nächsten Morgen geht es - um 8 Uhr schon bei 32° - weiter durch die Wüste von Nevada. Wir fahren auf der #93 südwärts, bis wir bei Wells auf den Hwy 80 treffen, der uns wieder westwärts Richtung Reno bringt. Aber bis dahin sind es noch 340 Meilen. Während ich dieses hier schreibe, 2.9.2015, 11.45 Uhr - während der Fahrt, da muss man jeden 2. Buchstaben wieder korrigieren - sind es 39,5° Aussentemperatur. Ihr erinnert Euch, dass unsere Klimaanlage kaputt ist? Na ja, wenigstens wird es nachts angenehm kühl. 

In Battle Mountain verlassen wir den Hwy, besuchen das dortige Visitor Center, wo uns eine sehr nette Dame erstaunt fragt, warum wir denn die 109 Meilen bis Austin auf der 305 und nochmal 64 Meilen auf der 50, der "loneliest Road" fahren wollen. Da ist doch nichts! Nur Farmland. Aber das stimmt so nicht! Die Wüste ist für uns faszinierend (auch, wenn wir hier nicht leben möchten!), hinter jeder Kurve wieder eine andere Sicht auf die umgebenden Bergrücken. Allein das wechselnde Licht im Laufe des Tages ist sehenswert. Was uns so nicht klar war, ist, dass Nevada auf eine Höhe von durchschnittlich 1700 m liegt. Wir überfahren Pässe von 2500 und 2900 Metern. Optisch sieht es ziemlich flach aus, aber unser Höhenmesser sagt uns was ganz anderes. Wir übernachten auf der 50 an einer ehemaligen Pony-Expreß-Wechselstation aus dem Jahr 1860. 

3.9.2015 weiter durch Nevada zum Yosemite/Californien

Wir haben noch einige Meilen durch Nevada's Wüste zu fahren. Es ist wirklich so, dass 100erte von Kilometern in alle Richtungen nichts ist als Wüste. Das Land nennt sich "Open Range", damit ist gemeint, dass die meilenweit entfernten Viehzüchter sich nicht einmal die Mühe machen ihr Land einzuzäunen. Das Vieh wechselt, über die Straße, von links nach rechts die Weiden. Nur wenn das Gebiet eines anderen Farmers anfängt, wird die Straße durch einen sogenannten "Cattle Guard" unterbrochen, damit die Kühe von Smith sich nicht mit denen von Welsh mischen. Als ob die ihr Vieh noch zählen könnten. 

Die Orte auf der Karte bestehen meist nur aus ein paar Gebäuden, die eine Tankstelle, ein Motel und irgendeine eine Fast Food-Ausgabe beherbergen. So kommen wir auch nach Luning. Auf einmal hat mein Handy Internet und wir können endlich telefonisch unserem Neffen zum Geburtstag gratulieren. 

Wir nähern uns danach langsam der Staatsgrenze zu Kalifornien. Schlagartig verändert sich die Landschaft. Es wird grüner, die Wüste tritt zurück und felsige Bergformationen kommen in Sicht. Wir passieren den Mono Lake, einen Vulkankrater, dessen Wasser einen 10%igen Salzgehalt aufweist. Dort gibt es eine Visitor Information für die National Forests in Kalifornien und die dazugehörigen Nationalparks. Wir erklären also, dass wir zuerst den Yosemite besuchen wollen und anschließend den Kings Canyon. Leider gibt es im Kings Canyon ein riesengroßes Feuer, so dass von einem Besuch abgeraten wird. Die Unterlagen für den Yosemite gibts in ausführlicher Form und auch nochmal den Hinweis, dass am folgenden Montag Labour Day = Nationalfeiertag ist und wir uns rechtzeitig um einen Campground bemühen müßten. 

Ihr könnt jetzt weiter lesen unter "Yosemite Nationalpark".