Unsere geplante Route

Die Vorbereitungen

Juhu, wir gehen für 1 Jahr in die Staaten (und nach Canada und nach Mexico)! Wir freuen uns wie Bolle! Eigentlich hatten wir gedacht " In unserem Alter? Das geht doch nicht mehr!" Aber mittlerweile sind wir durch einen schweren Schicksalsschlag im Bekanntenkreis der Meinung: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" Krank werden kann man überall, ach und überhaupt, wir sind halt Zugvögel. Uns zieht es ständig zu etwas Neuem.

 

 

Nun waren wir ja schon öfter drüben, aber noch nie so lange. Wir wollen halt alles etwas besser kennenlernen. Da es eine längere Tour wird, wollen wir Euch auch an den Vorbereitungen teilhaben lassen.

 

11.September 2014

Wir wollen unser 10-Jahres-Visum für die USA beantragen und stellen fest, dass die alten Pässe nur noch 2 Jahre gültig sind. 

Nächster Schritt: Neue Pässe beantragen!

Die Verschiffung unseres Wohnmobils wird eruiert. Wird aber wohl mit Seabridge verschifft werden. Buchungstermin für die Passage im Januar 2015. Geplanter Termin für die Verschiffung: Mitte April 2015. 

Die Odyssee der Visa-Beantragung schildern wir dann genauer, wenn es soweit ist. 

 

16.09.2014

Heute Passbilder machen lassen und ab zum Bürgerbüro. Wartezeit 1,5 Stunden und dann ging es endlich los. Eine Stunde später und je Pass um 59 € ärmer, erhalten wir die Auskunft, dass unsere neuen Pässe in spätestens vier Wochen abholbereit sind. Danach kann es dann mit den Visa weiter gehen. 

Parallel haben wir heute den Preis für die Verschiffung über seabridge eruiert. Die Verschiffungskosten liegen bei 8.062,42 €. Hinzu kommen noch Hafengebühren etc. in Baltimore von ca. 550 $ und in Halifax von 355 Can $. Dafür kannst Du noch nicht mal 4 Wochen in USA mieten!  Am 16.4.2015 müssen wir das Fahrzeug bis mittags in HH abgeben. Das Schiff fährt dann Samstag, den 18.4.2015 ab. Am 3.5.2015 kommt das Schiff in Halifax an. Und wir können das Auto am 6.5.2015 abholen. Das ist der Plan! Jetzt checken wir mal Flüge nach Halifax. 

 

02.10.2014

Am 30.9. haben wir unsere neuen Pässe schon abgeholt. Gestern habe ich unsere Visaanträge (Formular DS -160) im Internet fertig gemacht. Danach musste ich pro Visa-Antrag noch 160$ (=128€) überweisen. Jetzt warte ich auf die Bestätigung des Geldeingangs und dann kann ich einen Termin im amerikanischen Konsulat in Frankfurt machen. 

Gestern wollten wir auch unsere internationale Führerscheine erneuern lassen. Im Straßenverkehrsamt vor uns eine sehr, sehr lange Schlange. Endlich - nach 20 Minuten - sind wir an der Reihe. Man muß bei uns nämlich erst einen Termin am Servicepunkt vereinbaren. Es stellt sich heraus, dass kein Termin mehr frei ist. Wir sollten doch morgen früh um 6.00 Uhr kommen, dann gäbe es vielleicht noch einen Termin. 6.00 Uhr - häääh???? Gehts noch? Wir sind Rentner und vor 9.30 Uhr geht garnichts. Also ab nach Hause und per Internet einen Termin vereinbart. 7.10. 12.35 Uhr! Geht doch! Vorher haben wir beim ADAC noch für 0,99 € ein großes D-Schild besorgt. 

Gestern haben wir dann auch mit Phoenix, Herrn Kraus gesprochen. Er versprach uns, alle Ersatzteile, sofern nötig, zu besorgen. Er wies uns darauf hin, dass wir mit dem ADAC abklären sollten, ob es noch die Ersatzteillieferung nach Amerika als Dienstleistung gäbe. Wir haben uns erkundigt und die gibt es noch. Also im Falle des Falles würde der ADAC die Teile bei Phoenix übernehmen und uns dann nach Amerika schicken. Gott sei Dank, das ist geklärt. 

Jetzt steht noch die Fahrzeug-Versicherungsanfrage aus und die Verschiffung muss auch bald gebucht werden. Wir werden wohl jetzt ab Antwerpen nach Halifax gehen. Weil nach Antwerpen ist die Anreise für uns nur halb so weit wie nach Hamburg. Und die Kosten sind die Gleichen. 

 

7.10.2014

So, der geplante Termin beim Straßenverkehrsamt hat sich - natürlich - um 45 Minuten nach hinten verschoben. So viele Leute in der Warteschlange, dann ist das ja vorhersagbar. Nur nicht für unsere Beamten und Angestellten beim STVA. Na egal, nach 5 Minuten war schon alles erledigt und wir hatten unsere neuen Internationalen Führerscheine in der Hand. 

 

8.10.2014

Heute haben wir die Flüge gebucht. Am 14.5.2015 geht es um 15.40 Uhr ab Frankfurt nach Halifax in Canada. Unser Womo ist dann hoffentlich schon 4 Tage dort. Das Schiff läuft - wenn alles gut geht - am 10.5.2014 in Halifax ein. Vorausgesetzt wir haben unser Auto pünktlich am 27.4.2015 in Antwerpen abgegeben. Dann kann das Fahrzeug ab 13.5. 2015 frühestens übernommen werden. Wir holen unseren Dicken dann am 15.5.2015 ab.  

So, am Wochenende werden dann die Unterlagen für die Verschiffung an seabridge übermittelt. 

 

13.10.2014

Gerade die Buchung an seabridge geschickt. Im November kommt dann die Bestätigung. Hoffentlich klappt es mit unserem Wunschdatum.

 

2.11.2014 - 8.11.2014

Da wir am 5.11. um 9.15 Uhr in Frankfurt auf der Giessener Str. 30 beim amerikanischen Konsulat unseren Visa-Termin haben, beschließen wir mit dem Wohnmobil zu fahren. Zuerst geht es nach Bad Marienberg, dann nach Bad Nauheim und am Dienstag Abend sind wir in Wiesbaden auf dem Stellplatz. Hier lernen wir Steffen, den Betreiber, kennen und kommen ins Gespräch, warum wir da sind. Spontan lädt er uns abends auf ein Glas Wein ein. Wir lernen seine Frau kennen und seinen Plan mit einem umgebauten Feuerwehr-Rettungstaucher-LKW die Welt zu bereisen. Bis jetzt hat er: einen Plan, ein Fahrgestell, seine Frau, die gerade den LKW-Führerschein macht und viel Hoffnung, dass er 2017 mit seiner Frau und seinem LKW im Okowango-Delta steht. Wir wünschen ihm dafür das Allerbeste! 

Am nächsten Tag müssen wir um 5.00 Uhr aufstehen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln pünktlich in Frankfurt zu sein. Am Eingang zur Botschaft muss man seine Taschen ausleeren, Uhren und Gürtel ausziehen und alles in eine blaue Tüte stecken. Die darf man dann selber mit hinein nehmen zum Durchleuchten. Wie am Flughafen alles in die Körbchen. Am Ende nimmt mir die Security-Beamtin noch den WoMo-Schlüssel ab. Der hat eine Funk-Fernbedienung und die darf nicht ins Gebäude. Wir werden über den Hof in ein anderes Gebäude geschickt. Dort werden zuerst unsere Pässe in Empfang genommen. Dann von beiden Händen Fingerabdrücke genommen und nach dem Zweck unserer Reise gefragt. Weiter geht es zum nächsten Schalter, wo abermals unsere Fingerabdrücke genommen werden und uns eine Wartenummer zugeteilt wird. Mit uns warten ca. 50 Personen auf ihre Befragung zu allen Arten von Visa. Man kann an den Buchstaben der Wartenummern erkennen, was für ein Visa beantragt werden soll: Urlaub, Arbeit, Student, Heirat. 

Nach einer Stunde wird unsere Nummer angezeigt und die Beamtin fragt uns nach dem Grund der Reise, ob wir Familie in den Staaten haben und direkt danach teilt sie uns mit, dass wir unsere Pässe mit den Visa in der nächsten Woche per Post erhalten. Auf Wiedersehen! Nach all den umfangreichen Fragebögen hätten wir gedacht, dass die Befragung länger dauern würde. Aber das waren nicht mal 3 Minuten. Also zurück zum Wohnmobil und dann nach Walldürrn zu Goldschmitt. Es steht die jährliche Inspektion der Stützen an. Diese geht am nächsten Tag schnell über die Bühne und wir fahren weiter nach Oppenheim am Rhein. Wir dachten der Stellplatz wäre schön. Aber leider ist dem nicht so. Es sind zahlreiche Wohnwagen über den Winter dort abgestellt und es sieht aus, wie in einem Zigeunerlager. Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Andernach. Schauen uns die Stadt an und beschließen am nächsten Tag nach Hause zu fahren.

Am Samstag kommen wir gegen Mittag zu Hause an und treffen sofort unsere Postbotin, die einen Einschreibebrief für uns hat. Vom amerikanischen Konsulat in Frankfurt. So schnell hätten wir nicht damit gerechnet. Aber prima, jetzt kann man die am Wochenende einscannen und endlich die Anfrage für die Autoversicherung vervollständigen.

 

14.11.2014

Heute ist es soweit: Wir bekommen unseren Honda-Gas-Generator eingebaut. Da wir unseren Gas-Flaschenkasten ja nicht mehr brauchen (wg. Gastank) ist dies der ideale Platz um den Generator einzubauen. Also sind wir um 9.00 Uhr bei Pieper in Gladbeck und bitten den sehr unfreundlichen Herrn des Kundendienstes doch bitte unseren bestellten Generator einzubauen. Es folgt ein sehr unschöner Wortwechsel, den ich hier nicht wiederholen möchte. Scheinbar hat sein Chef ihn nicht von unserem Service-Termin in Kenntnis gesetzt. Merke: Wer im Kundendienst arbeitet, sollte freundlich und  flexibel sein. Als noch andere Mitarbeiter dazu stoßen, wird er freundlicher und fängt endlich mit der Arbeit an. Leider lässt sich der Generator nicht mit angeschlossenem Abgas-Schlauch unterbringen. Das Fach ist 10 cm zu kurz. Egal, er schließt alles an und startet den Generator zum Probelauf. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten läuft der Generator problemlos und liefert uns reichlich Strom an unsere Batterien. Somit sind wir jetzt in den USA autark. Wir werden keinen Umformer mitnehmen. Durch den Generator und unsere Solarplatten sind wir jetzt, was die Stromversorgung angeht, unabhängig. Nach gut einer Stunde ist alles ein- und umgebaut und wir rollen wieder vom Hof. Wir werden im Januar bei Phoenix besprechen, ob die Möglichkeit besteht, den Stauraum um 10 cm zu vergrößern. Dann müssen wir den Abgasschlauch nicht jedesmal montieren und demontieren. 

 

9.3.2015

Viel ist in der Zwischenzeit passiert: ein zusätzlicher Wasserfilter wurde montiert, neue Matratzen angefertigt, bei IVECO wurde eine komplette Durchsicht gemacht. Die Verschiffung ist gebucht und fest bestätigt. Nächste Woche wird noch das große Navi ausgebaut und herein kommt ein ganz normales Radio. Wir nehmen dann nur 2 TomTom Geräte mit den neuesten Amerika-Karten mit. Warum 2 TomTom-Geräte? Falls Eins den Geist aufgibt, hat man immer noch eins, was dann den Dienst übernimmt. In Amerika kann man sich zwar problemlos (und meistens auch günstiger) ein TomTom kaufen, allerdings ist es dann nicht möglich hier in Deutschland die Europa-Karten aufzuspielen. Also, ist es so vielleicht doch besser. DVD-Rekorder und einiges an Filmen ist bereits im Auto. Jetzt muss noch eine Stab-Antenne zur Verstärkung des Wifi-Signals besorgt werden. Und, und, und....jeden Tag fällt uns etwas Neues ein. 


23.3.2015

Auslandskrankenversicherung für ein Jahr ist auch abgeschlossen. Wir warten immer noch auf die Angebote für die amerikanische Autoversicherung. Seabridge hat uns das Angebot innerhalb eines Tages gemacht. TourInsurance in Hamburg braucht sehr lange und Herr Nowak ebenso. Ich bin bis jetzt der Meinng, dass Seabridge wohl die beste (und daher vielleicht auch die Teuerste?) Autoversicherung anbietet. Ich habe keine Lust mich, im Falle eines Schaden mit einem nicht erreichbaren Versicherungsvertreter resp. direkt mit einem amerikanischen Autoversicherer auseinander zu setzen. Unser Englisch ist zwar ganz passabel, aber ich bezweifele, dass es für eine Schadenabwicklung in englisch reicht. Wir warten noch drei Wochen ab, wenn bis dahin die beiden anderen Angebote nicht da sind, wird es Seabridge. 

6.4.2015

Gestern gab es Ostergeschenke! 

von unseren lieben Freunden Hans & Heiner! Damit die Sonne unterwegs nicht so sticht und wir immer gut behütet unterwegs sind. Wir haben uns sehr über die originelle Idee gefreut. Vielen Dank nochmal an Euch Beide!

 

Es gibt noch eine Seite für Interessierte: Hier kann man weltweit Schiffe verfolgen: http://www.marinetraffic.com/. Unser RoRo-Schiff heißt "Atlantic Companion" und verlässt Hamburg am 29.4.2015. Da können wir dann immer sehen, wo unser WoMo gerade ist. Und wenn es Euch interessiert, Ihr auch. Wenn alles planmäßig läuft, ist das Schiff am 10.5.2015 in Halifax. 

Letzte Woche waren wir fleißig: Nicht nur Ostern wurde vorbereitet, wir waren auch mit dem Auto beim Reifenhändler. Da gab es einen neuen Reifen sofort, da an einem Hinterrad die Seitenflanke stark beschädigt war. Es sah aus, wie ein großer Riss. Gott sei Dank, hat der Reifendienst-Mitarbeiter den Schaden sofort bemerkt und glücklicherweise waren nicht nur unsere bestellten drei Reservereifen vorrätig, sondern es war auch Ersatz für unseren beschädigten Reifen da.

13.4.2015

So langsam realisieren wir, dass es nun bald so weit ist: Freitag und heute war unser erster Kontakt mit den shipping agents in Antwerpen. Alle Papiere liegen bei ihnen schon vor (vielen Dank Seabridge!). Bisher klappt alles, was Seabridge organisiert hat, hervorragend. Hermann absolviert gerade die letzten Gesundheits-Check-ups und einige liebe Besuche stehen noch an. Ansonsten wird eingepackt und umgepackt (Nein, das nehmen wir nicht mit! Das brauchen wir nicht! - Doch, das muss unbedingt mit, das gibt es SO drüben nicht!") Ich schätze, wenn alles gepackt ist, sind einige Dinge dreimal ins Auto gebracht und auch wieder herausgeräumt worden. Morgen mache ich mal ein Bild vom "Innenchaos". Condor hat uns sogar schon einen "Airshopping"-Katalog geschickt. Jetzt können wir schon in Ruhe aussuchen und bestellen, was uns dann im Flieger, direkt an unseren Platz geliefert werden soll. Und unser Essen können wir auch schon aussuchen und bestellen. Das ist doch mal ein Service.

16.4.2015

Das versprochene Bild vom "Innenchaos" blieb auf der Strecke. Habe ich aus Versehen vom Handy gelöscht. Wir waren aber zwischenzeitlich fleißig. Thema Internetzugang in Kanada und USA. Es gibt ja die berühmte Cellion-Handykarte. Leider gilt diese nicht für Kanada. Und wenn man sich die Karte zuschicken lässt, muss sie innerhalb von 7 Tagen in den USA das erste Mal genutzt werden. Also, für uns nicht praktikabel. Aber Stefan (den wir in Oberstdorf kennengelernt haben), hat uns seine Lösung des Problems verraten: In beiden Staaten gibt es ausreichend offene Wifi-Netze, z.b. bei Mäckes, Starbucks, Supermärkten, öffentlichen Gebäuden etc. Um diese bequem vom Auto aus nutzen zu können, braucht man eine W-Lan-Verstärker-Antenne und einen Access-Point. Die Antenne und der Access-Point mit zugehörigem Kabel war, dank hervorragender Beratung bei Conrad in Düsseldorf, schnell gefunden. Alles wurde bestellt und gestern konnten wir dann alles abholen. Die Antenne ist so vorbereitet, dass die Montage fest an einer Hauswand stattfinden kann. Wir wollen aber die Antenne aufs Wohnmobildach stellen, dann kommt das Kabel durchs Heki, an den Access-Point und schon kann es los gehen. So weit die Theorie. Hermann hatte dann auch schnell wieder die perfekte Befestigungslösung im Kopf. Die Antenne muss auf einen Saugfuß und der wird bei Bedarf auf dem Dach platziert. Wird die Antenne nicht gebraucht, kann man alles leicht demontieren und innen verstauen. Wir  also mit unserem Befestigungsblech der Antenne zum Bauhaus. Dort gibt es Saugfüße, z.B. als Glasheber etc. Der einzelne Saugknopf ist für uns nicht praktikabel, da er keine Befestigungsmöglichkeit für das Blech bietet. Aber der Doppelsaugfuß ist ja mit einem Handgriff verbunden und daran will Hermann das Montageblech befestigen. Also, mit allen Einkäufen nach Hause und mein "Daniel Düsentrieb" verschwand sofort in seiner Bastelwerkstatt. 30 Minuten später hat er mir dann stolz die W-Lan-Antenne auf Saugfuß präsentiert. Wir sind dann direkt ans Auto und siehe da, das sieht super professionell aus, jetzt muss es nur noch funktionieren. Läppi geholt, Access-Point angeschlossen und eingerichtet. Danach Antenne dran und prima W-Lan-Empfang! Mit und auch OHNE Antenne! Leider steht das Auto zu nah am Haus, so dass unser WLAN ohne Verstärkung bis hierher funktioniert.  Wir werden also am Wochenende alles mal in den PKW packen und das dann bei Mäckes mal ausprobieren. Und dann - wenn alles funktioniert gibts auch Fotos.

20.4.2015

Am Wochenende geht's nach Antwerpen. Dann bringen wir unser WoMo zum Schiff.

Aber vorher noch die versprochenen Bilder von unserer W-LAN-Antenne und dem Access-Point. Es funktioniert alles, aber.....

Man muss jedesmal, sobald der Router ein freies Netzwerk gefunden hat, alles neu konfigurieren. So hatte ich mir das nicht gedacht. Ich war im Glauben, dass alles genauso funktioniert wie bei unserem hotspot. Falsch gedacht!  Nach einem Gespräch mit dem technischen Support wurde mir bestätigt, dass ich alles richtig gemacht habe und es tatsächlich so ist, dass der Router immer neu konfiguriert werden muss. Na ja, ich habe ja Zeit wenn wir unterwegs sind. Ihr sollt aber wissen, dass, bevor ich dann einen Bericht einstellen kann, ganz schön viele Vorbereitungen notwendig sind. Hier jetzt die versprochenen Bilder:

28.4.2015

So, der Dicke steht in Antwerpen im Zollhafen und wird, sofern nicht schon geschehen, soätestens morgen verladen. Es war alles vollkommen problemlos. Am Samstag fuhren wir den WoMo-Stellplatz in Antwerpen an. Wir wollten keinen Strom, denn das muss sich jetzt bewähren: Das mit den Solar-Platten und dem Honda-Stromerzeuger. Und siehe da, der Strom hielt bis zum Zollhafen. Allerdings haben wir dort das vordere Radio wieder ausgebaut. Es hat uns in der Nacht fast die Starterbatterie leer gemacht. Obwohl wir denken, dass es lediglich eine Computer-Fehlmeldung des IVECO war. Denn unser hinteres Paneel meldete für alle Batterien volle Ladung. Sicher ist sicher, Radio ausbauen und hinten verstauen. 

Trotz ständigem Nieselregen wird noch Einiges umgepackt. Sonntag morgen fahren wir dann mit dem PKW in den Hafen zum PSA-Gebäude am Kai 869. Es sind fast 30 km bis dorthin und das Auto darf von unten ja nicht schmutzig werden. Wir fahren auch den Truck-Wash an und stellen fest, dass dieser erst am Montag um 10.00 Uhr auf macht. Das ist uns alles ein bisschen eng, denn bis spätestens 12.00 Uhr muss das Auto im Ro-Ro-Terminal stehen. Also zurück zum Stellplatz und dort das WoMo noch einmal auf Schmutz kontrolliert (Kann gar nichts dran sein: Wenn Hermann noch mehr gewaschen und poliert hätte, wäre bald die Alufarbe durchgekommen!). Hermann schaut auch noch einmal unter die Motorhaube und zeigt mir ein angeknabbertes Brötchen. Auch den Schlauch des Turboladers hat es erwischt. Es hängen einige Textilfäden heraus. Also muss wohl ein Marder oder eine Ratte sich vorne häuslich eingerichtet haben. Das Tier ist aber nicht mehr im Motorraum. Hermann meint,  kurz nach der Abfahrt von zu Hause hätte es auf der Autobahn unter dem Fahrzeug zwei Mal geknallt, so, als ob etwas von unten gegen den Boden geschlagen wäre. Das nennt man dann eine "schnelle" Bestattung. Den Schlauch umwickeln wir mit Panzerband und hoffen, dass es so eine Weile in Kanada noch hält. Dienstag, wenn wir wieder zu Hause sind, müssen wir gleich einen Neuen bestellen. Den nehmen wir dann im Koffer mit.

Nach dieser Entdeckung beschließen wir schon heute zum Hafen zu fahren und in der Nähe der Anlieferung zu übernachten. Es bieten sich die langen Parkstreifen rechts und links der Hafen-Zufahrtsstraße an. Erst ist noch etwas Verkehr, aber geben 22.00 Uhr wird es ruhiger. Na ja, so für 1-2 Stunden vielleicht. Dann geht es los mit dem LKW-Anlieferungsverkehr. Nu so viel: Am nächsten Morgen sind wir sehr, sehr müde!

Die Unruhe hat den Vorteil, dass wir sehr früh frühstücken und pünktlich um 9.00 Uhr bei PSA sind. Wir gehen direkt zum Ladeschalter, dort müssen wir ein Formular ausfüllen und bekommen danach die Ladepapiere und einen Plan, wo sich der RoRo-Terminal befindet. Mit uns sind noch 2 andere WoMos und ein LandCruiser dort. An der Einfahrt empfängt uns ein Mitarbeiter der Verladung und dirigiert uns zu den Stellplätzen und inspiziert jedes Fahrzeug einmal von innen.

Unser Gastank ist - wie vorgeschrieben - vollkommen leer. Ja, wir mussten die letzten Tage und Nächte durchheizen, im WoMo waren es schnuckelige 30 Grad. Aber pünktlich heute morgen war er dann endlich leer. Auch der Kraftstofftank ist nur noch zu einem 1/4 gefüllt - lt. Anzeige.

Aber die stimmt bei uns sowieso nie! Wir haben den großen 170l-Tank und dafür gibt es scheinbar immer noch keinen vernünftigen Tankgeber. 

Nach der Inspektion übergeben wir dem Mitarbeiter den Zündschlüssel und verabschieden uns. Statt der geplanten 2-3 Stunden hat das ganze Procedere keine 30 Minuten gedauert. Den hinteren Teil des WoMo haben wir verriegelt und abgeschlossen. Bis wir in Halifax eintreffen, kann dort niemand legal dran. 

Mach's gut, Junge! Wir sehen uns bald wieder!

Am späten Nachmittag sind wir wieder zu Hause. Irgend etwas fehlt allerdings vor dem Küchenfenster!

1.5.2015 

Seit heute vormittag sollte die Atlantic Companion bereits in Antwerpen fest gemacht haben, aber sie ist immer noch kurz vor der Schelde-Mündung. Lt. Karte herrscht dort ein unglaublicher Schiffsverkehr. Na mal abwarten, wann sie endlich da ist. 

Gestern kam auch endlich die Versicherungspolice für Canada und Amerika. Wir haben jetzt eine Vollkasko-Versicherung für 1 Jahr bei der TourInsurance in Hamburg abgeschlossen. Kostet die Hälfte wie bei Seabridge. Auch die Auslandskrankenversicherung für 12 Monate für uns Beide ist erledigt, wurde bei der PAX-Versicherung abgeschlossen. Unsere Krankenkasse hier hat unseren Monatsbeitrag auf einen Anwartschaftsbeitrag gesenkt. Spart monatlich 250 €. Man muss sich halt nur erkundigen. Der Dicke ist für die nächsten 12 Monate auch schon still gelegt. Spart Steuer und Versicherung hier. Am 13.5. wird auch unser PKW still gelegt. Bei dem was wir jetzt alles sparen, kriegen wir nachher noch etwas dabei heraus. Nein, so ist es natürlich nicht. 

2.5.2015   10.45 Uhr

Atlantic Companion in Antwerpen, der Dicke wird gerade verladen!!!!!!

4.5.2015

Gerade kam die Frachtrechnung und gleichzeitig folgende Mitteilung von Seabridge: "Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen (starke Schneestürme) der vergangenen Wochen in Nordamerika hat das Schiff den Hafen von Antwerpen mit 3 Tagen Verspätung verlassen. Die Reederei versucht durch Auslassung von Häfen sowie verkürzter Liegezeiten die Verspätung wieder einzuholen. Laut aktuellem Fahrplan soll das Schiff am Mittwoch, den 13. Mai (statt wie geplant am 10.5.)  in Halifax ankommen."

Ja, wenn das man gut geht. Evtl. müssen wir unseren Hotelaufenthalt in Halifax von 1 Nacht auf 5 Nächte erweitern. Wenn es nämlich mit der Abholung am Freitag, den 15.5. nicht klappt, können wir ihn erst am 19.5. abholen, da der 18.5. in Kanada Feiertag ist. Halifax ist bestimmt auch eine interessante Stadt. Wir werden uns dann schon beschäftigen. Aber warten wir erst einmal ab. 

Übrigen ist das Schiff aktuell kurz vor Liverpool.

10.5.2015  Sonntag + Muttertag

Da wir mit Muttertag nichts am Hut haben (ich bin keine und die anderen leben nicht mehr) sind wir heute bei der Familie eingeladen. Zum 3. Abschiedsessen. Danach sehen wir die Familie nicht mehr bis zu unserer Rückkehr. Wann auch immer !? 

Unser Schiff kann jetzt via PC nicht mehr verfolgt werden, da man dafür ein Sateliten-update haben müsste. Aber wir wissen, dass es jetzt mitten auf dem Atlantik ist. Wenn es sich der Küste von Nordamerika nähert, kann man wieder die genaue Position erkennen. 

Freitag Abend waren wir beim 2. Abschiedsessen bei Hans & Heiner. Ihr Lieben, vielen Dank nochmals für das sehr, sehr leckere Menue.  Auf der Rückseite war dann auch das "Kochmotto" der Beiden wieder abgebildet. Den Spruch haben sie mal in England gefunden und der passt bei den Beiden wie die Faust aufs Auge.

*copyright an dieser wunderbaren Speisekarte liegt alleine bei Hans und Heiner

Jetzt hoffen wir, dass ab heute wirklich der Bahnstreik beendet ist, wir haben nämlich Zugfahrkarten von DUS nach FRA. Wenn weiterhin gestreikt wird, müssen wir uns um einen Leihwagen kümmern. 

Die Familie will uns zwar bringen, aber das ist Zeit- und Geldverschwendung. Wir waren erst am Donnerstag in Frankfurt und haben alleine für die Hinfahrt 3 Stunden und die Rückfahrt 2,5 Stunden gebraucht. Inkl. unseres Termins war der ganze Tag kaputt. Das muss man sich nicht antun. Also - entweder Zug oder Leihwagen. Schau'n wir mal.