Das war unsere Route in Neuseeland...
Hier muss unsere Route noch eingezeichnet werden. Aber die besuchten Städte sind schon mal da. Rot ist unsere diesjährige Route, Gelb war unsere Route in 2003/2004.

27.2.2012 15.00 Uhr es geht los! via London nach Hongkong

Zu Hause werden 2 Koffer gepackt; da wir die weiteren Flüge mit Quantas gebucht haben, stehen jedem nur 20 kg Gepäck zu. Dazu gibt es noch je eine Reisetasche als Handgepäck. Und das für etwas mehr als drei Monate. Egal, was jetzt nicht mit kann, muss unterwegs gekauft werden.

Das soll reichen?

Um 16.00 Uhr holt uns unser Freund Hans ab und bringt uns zum Flughafen. Um 18.25 Uhr haben wir eingecheckt. Um 19.10 Uhr heben wir ab nach London. Ankunft London 19.40 Uhr.  22.20 Uhr Abflug nach Hongkong. Am 28.2.2012 landen wir 18.00 Uhr Ortszeit in Hongkong. Wir fahren mit dem Taxi zum Hotel Kowloon auf Kowloon.

Wir essen noch etwas im Hotel und gehen dann bald schlafen.

29.2.2012 Hongkong 18 Grad Bedeckt

Wir schlafen bis 10.00 Uhr und verpassen das Frühstück. Egal,wir essen nachher irgendetwas in der Stadt. Wir mögen die asiatische Küche - ausser Reis mit Sesamöl. Das haben wir mal in Peking probiert -grrrrhhhh.Wir wollen heute die Nathan Road und den Kowloon Park anschauen. Das Wetter ist ideal zum Bummeln.

 

Abends gehen wir dann noch zum berühmten Uhrenturm und zum Hafen um die Lasershow zu sehen, die jeden Abend um 20.00 auf der anderen Seite zu sehen ist.

1.3.2012 Hongkong 16 Grad Bedeckt

Für heute haben wir uns eine halbtägige Stadtrundfahrt gebucht. Leider ist das Wetter nicht so toll. Aber wir fahren ja mit dem Bus. Unser Reiseleiter ist ein Student mit einem Cousin in Düsseldorf, der in Derendorf einen Asia-Imbiss betreibt. Ja,ja die Welt ist klein.

Natürlich besuchen wir auch eine Schmuckfabrik und einen Seidenhandel - das gehört zu einer asiatischen Stadtrundfahrt nunmal dazu.

2.-4.3.2012 Abflug Richtung Christchurch/NZ

Wir frühstücken und gehen noch etwas zum Hafen, wo wir auch zu Mittag essen. In einem europäischen Steakhouse, nicht in dem obigen Restaurant.

Nachmittags müssen wir noch duschen und Koffer packen. Wir werden um 16.00 Uhr abgeholt zum Flughafen. Um 22.20 Uhr startet unser Flug nach Brisbane. Am 3.3. um 9.40 Uhr sind wir in Brisbane. Nun liegen einige Stunden Wartezeit vor uns. Unser Anschlußflug nach Christchurch (wir wollen nämlich auf der Südinsel von NZ beginnen) startet dann nicht wie geplant um 16.30 Uhr sondern erst um 17.15 Uhr. Am 4.3. landen wir früh um 1.00 Uhr in Christchurch und werden direkt in unser Hotel gebracht. Schnell noch geduscht und ab ins Bett. Um 8.00 Uhr klingelt der Wecker. Koffer wieder packen und schnell zum Frühstück. Um 10.00 Uhr holt uns die Leihwagenfirma ab. Wie üblich ist auch dieses Fahrzeug ziemlich schmutzig. Das kennen wir ja bereits aus 2003. Egal, Koffer rein, ab zum Supermarkt und einkaufen. Danach geht es auf den Campingplatz zum Fahrzeug säubern und ordentlich einräumen. Der gleichen Tätigkeit gehen ca. 10 Fahrzeugbesatzungen nach.

Wir sind um 15.00 Uhr fertig und einfach nur müde. Also, einmal duschen bitte, abendessen und ab ins Bett. Morgen sieht die Welt schon anders aus.

5.3.2012 Christchurch - Maruia Springs 218 km

Um 9.00 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren Richtung Hammer Springs. Ein bekannter Thermalbadeort. Auf das Bad verzichten wir aus hygienischen Gründen. Aber den ersten fish'n chips können wir nicht widerstehen.

Danach fahren wir weiter bis zu einer kleinen Campsite am Doubtful River. Es ist wunderschön, eben echt was für Trapper. Es ist 15.00 Uhr und wir holen die Stühle raus um die Sonne zu genießen. Jetzt machen wir - gar nicht wahr - nur Jutta die Bekanntschaft der neuseeländischen Sandflys. Wir haben davon gehört, aber das ich sie hier gleich kennenlernen darf. Welche Freude!!! Innerhalb von 10 Minuten haben die Viecher mich 48 mal gestochen. Und zwar nur in die Füße, hauptsächlich an den Zehen. Nein! Es war kein Geruch vorhanden. Vielleicht mögen die Frauen einfach lieber. Denn - natürlich - hat Hermann keinen einzigen Stich. Obwohl er direkt neben mir saß. Also, sofort ins Auto und weg hier. Gut, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, dass man ca. 3 Wochen "was von den Stichen hat".

Wir fahren dann weiter bis kurz hinter Maruia Springs zu einer anderen kleinen Campsite.

Das kleine Kästchen an der Windschutzscheibe ist ein Service des neuseeländischen Tourismusbüros. Es ist mit einem GPS versehen und immer wenn man sich einer Attraktion auf der Strecke nähert, erzählt einem "Elisabeth" was man hier sehen oder unternehmen kann. Eine tolle Ergänzung zu unserem Tourenmanual und den beiden Neuseelandführern.

6.3.2012 Maruia Springs - Hokitika 286 km

Heute stehen wir früh auf, denn wir haben ein strammes Besichtigungsprogramm.Jetzt lassen wir erst mal ein paar Bilder von "Aoteaora" sprechen.

Das kleine Städtchen Reefton mit typischen Häusern. Auf dem Parkplatz zur Seehundkolonie treffen wir unseren ersten Kiwi. Sie sind hier so selten, dass wir uns sehr freuen, schon am zweiten Tag einen zu sehen.
Wir laufen ca. 20 Minuten auf einem wunderbar präparierten Strandweg bis zu Seelöwenkolonie.
Da hat er schon zugeschlagen
Da hat er schon zugeschlagen
Zurück auf dem Parkplatz treffen wir wieder unseren Kiwi. Hermann hält den Finger hin und was tut der Kiwi? Reinhacken! Nach Hermanns "Tänzchen" zu urteilen, muss es sehr schmerzhaft sein.
Nun geht es weiter zu den "Pancake Rocks". So genannt, weil sie wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen aussehen. Man sieht in den großen Felsformationen auch Tierbilder - mit viel Fantasie.
Von hier sind es noch ein paar Kilometer bis Hokitika. Den ganzen Tag war es bedeckt und jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Na ja, das Grün im Land muss ja irgendwo herkommen. Wir übernachten auf dem Campingplatz. Zum Abendessen gibt es selbstgemachte Hamburger mit Salat und einem leckeren "Victoria Bitter" kurz VB.

7.3. 2012 Hokitika - Makarora 304 km

Heute wollen wir zum Franz-Josef-Gletscher. Es sind ein paar Kilometer und so wird es heute wohl ein Fahrtag. Aber zuerst schauen wir uns noch das Städtchen Hokitika an.

Morgens regnet es, aber gegen Mittag reißt es auf und die Sonne kommt hervor. Es ist jedoch nicht so warm, dass man die Jacken ausziehen kann. Vom Parkplatz am Gletscher sind es noch ca. 1 Stunde Weg durch ein ausgetrocknetes Flussbett bis zum Fuß des Gletschers. Im Gegensatz zu Norwegen, kann man hier nicht bis an den Fuß. 30 m davor ist ein Zaun. Man kann gegen Zahlung von 50 $ p.P. mit einem Führer in Gruppen von 20 Personen ein Stück auf den Gletscher steigen. Der Umweltschutz läßt grüßen. Wo Geld die Welt regiert.....

Danach fahren wir weiter auf der N6 über den Haast-Pass zu den Blue Pools. Leider sind sie bei diesem Wetter überhaupt nicht blau, sondern eher grün. Danach geht es zum Campingplatz, wo der Chefkoch unter zu Hilfe nahme eines VB köstliche Spagetti in der Gemeinschaftsküche zubereitet.Danach heißt es "Gute Nacht".

8.3.2012 Makarora - Te Anau 311 km

Wir starten wieder sehr früh. Zuerst besichtigen wir Arrowtown danach geht es weiter nach Queenstown, wo wir mit der Gondelbahn auf den Hausberg fahren und spektakuläre Bilder machen dürfen. Aber schaut selbst....

Danach stehen wir auf dem sehr gepflegten Campingplatz in Te Anau. Hier ist die letzte Übernachtungsmöglichkeit für alle Besucher, die den Milford Sound oder den Doubtful Sound befahren wollen. Wir haben schon zu Hause eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound gebucht und die findet morgen statt. Dafür müssen wir nur 117 km hin und natürlich nachmittags auch wieder zurückfahren. Aber heute gehen wir noch lecker Lamm essen und danach ins Bettchen. Wir gehen hier zu Kinderzeiten ins Bett,weil es 1. aufregend und anstrengend ist und 2. die Entfernungen gefahren werden wollen.

9.3.2012 Te Anau - Milford Sound - Te Anau 234 km

Wir nehmen Euch heute mit auf den Milford Sound. Die Bootsfahrt kostet für zwei Personen 170 $. Die habt Ihr schon mal gespart. Und außerdem entgeht Ihr den Sandflys, die hier schon auf dem Parkplatz über die Touris herfallen. Wer in Norwegen schon den Geiranger gefahren ist, wird enttäuscht sein. Aber schaut selbst...

So, wir haben 6 Robben gesehen und 14 Wasserfälle. Wir sind bis ganz raus aufs Meer gefahren und wieder zurück. Die Abfertigungshalle für die Passagiere der Boote hat uns an einen kleinen Flughafenterminal erinnert. So viele Menschen waren auch da. Die beiden Sounds sind absolute Touristen-Highlights. In unseren Augen total überbewertet.

10.3.2012 Te Anau - Waikawa 300 km

Heute ist es bedeckt und ab und zu tröpfelt es auch. Es ist immer noch für die Jahreszeit viel zu kalt. Letztes Jahr waren es um die 20 Grad. Davon träumen wir. Bisher ging ohne dicke Jacken garnichts. Gott sei Dank haben wir die Jack Wolfskin Jacken und die Fleece-Innenjacken mit. So ist es wenigstens mollig warm. Aber.... das Auto hat nur Heizung wenn wir am Strom stehen. Und das ist nicht immer möglich.Heute fahren wir auf der 99 Richtung Waikawa. Unterwegs treffen wir in Tuatapere auf das Yesteryears Cafe. Hier essen wir hervorragende Scones mit Cream und trinken einen sehr guten Kaffee.

Weiter gehts Richtung Catlins. Wir wollen noch die Seelöwen-Kolonie besuchen. Und den südlichsten Punkt auf der Südinsel Neuseelands müssen wir auch noch besuchen. Danach geht es weiter nach Waikawa. An der Touristeninfo hat die Gemeinde einen ganz schönen Stellplatz eingerichtet. Wasser gibt es sogar auch.

11.3.2012 Waikawa - Balclutha 146 km

8.00 Uhr es hat die ganze Nacht geregnet und es regnet weiter.Dabei haben wir heute auf der Strecke so viel zu sehen. Zuerst fahren wir Richtung Cathedral Caves. Diese Grotte kann nur bei Ebbe besichtigt werden, da sie bei Hochwasser unter Wasser steht. Allein der Weg vom Parkplatz zum Strand führt durch einen wunderschönen Regenwald. Passend dazu regnet es auch.

Das Wetter ist heute wirklich be.......ssen. Wir fahren noch mehrere Aussichtspunkte an, aber wir können nicht aussteigen, weil es mittlerweile sintflutartig regnet. Gegen 17.30 Uhr entschließen wir uns den Campingplatz in Belclutha aufzusuchen. Wir müssen heute Strom haben für den Heizlüfter. Unsere Sachen sind ziemlich feucht.

12.3.2012 Belclutha - Kurow 254 km

Es hat die ganze Nacht weiter geregnet. Und was ist heute morgen? Blauer Himmel und Sonnenschein. So hatten wir das bestellt. Wir wollen über die N1 nach Dunedin. Hier ist der Bahnhof die Touristenattraktion. Vorher kommen wir an einem Haus vorbei, dessen Besitzer wohl ein großer Tee-Liebhaber ist.

Dunedin ist wirklich eine wunderschöne kleine Stadt. Aber....Touristen hat es hier!!!! Es scheint auf jedem Reiseplan zu stehen. Nach einer Stunde wollen wir weiter zu den Moreaki Boulders. Das sind Steinkugeln resp. Hügel am Strand. Niemand weiß, wie die hier hin gekommen sind. Es sieht sehr lustig aus.

Wir fahren auf der 83 weiter bis nach Kurow. Die Fahrstrecke heute war wunderschön. Wir müssen jetzt aber aufhören mit so vielen Fotos, sonst ist es hinterher ein Bildbericht.

13.3.2012 Kurow - bis kurz hinter Fairlie 278 km

Wir werden verwöhnt, die Sonne lacht schon wieder vom Himmel. Aber es ist nicht warm - was es eigentlich der Jahreszeit entsprechend sein sollte. Aber man will ja nicht unverschämt sein. Wir wollen heute nach Twizel, wo das Filmgelände von "Herr der Ringe" zu besichtigen ist. Wir haben die Koordinaten und die Postadresse, aber das Filmgelände finden wir trotzdem nicht. Aber wir sehen das erste Mal den Mt. Cook.

Weiter geht es immer am Lake Pukaki entlang. Dieser See ist so türkis, dass es richtig kitschig aussieht. Ich muss unbedingt mal die Füße reinhalten.

Wir fahren weiter durch eine traumhafte Landschaft bis zum Lake Tekapo. Wir suchen den dortigen Campingplatz auf. Aber 44 $ und nochmal 5 $ für's Duschen extra war uns dann doch zu happig.Wir fahren noch ein kurzes Stück bis wir einen schönen ruhigen Stellplatz finden - leider auf dem Pass. Aber dazu später mehr...

Unser ausgesuchter Übernachtungsplatz liegt noch vor einem Pass. Es gibt natürlich keinen Strom, weil es ein Naturplatz ist. In der Nacht wird es kalt und windig. Trotz kuscheln ist es nicht zum aushalten. Ich meckere und will hier weg. Hermi ist sauer (es ist schließlich 1 Uhr in der Nacht), aber er fährt mir zuliebe noch ca. 50 km bis hinter den Pass, wo wir einen windgeschützten Platz finden und den Rest der Nacht ruhig schlafen können.

14.3.2012 kurz hinter Fairlie - Hammer Springs 293 km

Strahlender Sonnenschein! Wir haben den Eindruck es ist der wärmste Tag bisher. Wir fahren heute den ganzen Tag auf der 72 = Inland Scenic Route. Ursprünglich wollten wir an der Küste entlang Richtung Picton fahren um zur Nordinsel überzusetzen, entscheiden uns dann aber doch lieber für die Tour durch die Berge in Richtung Nelson. Übernachten wollen wir heute in Hammer Springs (ja hier gab es die ersten fish'n chips).

15.3.2012 Hammer Springs - Tapawera 254 km

Fahrtag! Bis 11.00 Uhr ist es bedeckt mit etwas Regen. Danach scheint aber wieder die Sonne. Es gibt keine Touristenattraktionen auf der Strecke, aber die Landschaft ist wunderschön und daher schon eine Attraktion für sich.

Wir fahren erst auf der 7, dann auf der 65, dann die 6 bis wir bei Kohatu auf den Motuheka Valley Hwy. abbiegen. Bei Tapawera finden wir einen schönen Naturcampingplatz.

16.3.2012 Tapawera - Marahau 72 km

Wetter wie gestern. Wir fahren Richtung Kaiteriteri. Wir fahren durch die "Obstplantage von NZ". Jetzt geht es weiter nach Marahau zum Campingplatz "Old McDonalds Farm". Es ist ein Geheimtip aus dem Internet. Ha,ha, was einmal im Netz steht, ist natürlich kein Geheimtip mehr. Ist sehr teuer (40$) und die Toiletten und Duschen sind "buschcamp-mäßig".

Wie Ihr seht, gibt es hier Lamas, Hühner (ohne Foto) und....sonst nichts mehr. Wir sehen nämlich direkt am Eingang, dass die Farm zu verkaufen ist. Die junge Dame an der Rezeption sagt uns, dass der Platz nur noch provisorisch bewirtschaftet ist. Das hindert nicht daran, trotzdem den vollen Preis zu verlangen. In Neuseeland muss jeder mal auf den "Track" gehen,d.h. mit Rucksack und voller Montour stundenlang durch den Busch ziehen. Wir machen es abgeschwächt und laufen 2 Stunden auf dem Küstentrack.

Der Weg ist immer unterbrochen von Hinweisen zu Stränden oder Look Outs.

Uns kommen gleich mehrere Gruppen entgegen, die mit ihrem Guide auf einem Tagestrack sind. Wir schätzen, dass jeder 20 kg Gepäck (Rucksack) dabei hat.

Hier sieht man den Abel-Tasman-Walkway. Dies ist der Track, den wir zwei Stunden gelaufen sind.

17.3.2012 Marahau - bis kurz hinter Takaka 176 km

Sonne, Sonne, ca. 25 Grad. Von Marahau fahren wir die N60 Richtung Port Puponga. Für diese 100 km brauchen wir bis in den frühen Nachmittag. Die Strecke ist bergig und kurvenreich. Man kann nicht sehr schnell fahren, die Straße ist eng und es gibt viel Verkehr, denn heute ist Samstag und alle Neuseeländer wollen irgendwo hin. Um 14.00 Uhr erreichen wir den nördlichsten Punkt der Südinsel - Port Puponga. Ab hier geht es nur mit Spezialfahrzeugen auf den Farewell Split. Wir steigen auf den Aussichtspunkt und machen viele Fotos. Wir kehren um und fahren zu unserem Übernachtungsplatz, den wir uns auf dem Hinweg ausgesucht haben.

18.3.2012 kurz hinter Takaka - Picton 203 km

Was für eine Nacht! Heute morgen hat mich Hermann um 3.00 Uhr geweckt. Er hat geträumt und kann nicht wieder einschlafen. Außerdem nerven ihn die Mücken und gleich "kommt die Polizei". Weil, man darf hier nicht übernachten und es kostet 200 $ Strafe, wenn man es doch tut. (Als wenn hier im Nirgenwo in NZ nachts um 3.00 Uhr ein Polizist aufsteht um wild campende Urlauber mit einer Strafe von 200 $ zu belegen.) Er gibt aber keine Ruhe. Es hilft nichts, wir springen im Schlafanzug auf die Sitze und fahren bis 3.45 Uhr auf der sehr kurvigen Strecke bis zu "Bobs Lookout". Hier darf man übernachten und der Rest der Nacht verläuft sehr ruhig. Morgens, beim Frühstück, geht die Geschichte aber noch weiter: In Hermanns (Alp-)Traum kam die Polizei, hat uns mitgenommen und vor den Schnellrichter geführt. Hermann musste für 5 Jahre hinter Gitter und ich musste den gleichen Zeitraum auf einer Farm arbeiten. 

Bevor wir unsere Strafen antreten, wird erst mal gefrühstückt. Danach können wir über die ganze Geschichte schon wieder lachen.

Bei leichtem Nieselregen geht es weiter Richtung Picton.Gegen 16.00 Uhr sind wir da und gehen direkt zum Informationsbüro am Hafen, um uns nach der ersten Fähre morgen früh zu erkundigen. Es gibt noch Plätze auf der 8.00 Uhr Fähre der Blueferry-Line. Wir wären dann gegen 11.20 Uhr in Wellington. Wir zahlen 369 $ (=235,22 €) und suchen unseren Übernachtungsplatz im Hafen auf.

19.3.2012 Picton - Wellington Fähre + 30 km

6.00 Uhr aufstehen und um 7.00 Uhr an der Fähre einchecken. Es wird zügig geladen. Um 7.45 Uhr geht es dann schon los. Es wird eine sehr stürmische Überfahrt. Wegen der hohen Wellen kann der Kapitän den Kurs nicht halten, sondern er muss immer wieder kreuzen.Trotzdem sind gut 80% der Passagiere draußen an Deck - mit ziemlich grünen Gesichtern. Endlich ist auch das vorbei - um 12.00 Uhr kommen wir bei Regen und Sturm in Wellington an. Wir fahren 8 km zu einem Hotel, das auf seinem Gelände auch einen Wohnmobil-Stellplatz bereitstellt. Den Nachmittag verbringen wir im Auto und beobachten Sturm und Regen. Unser Auto wird mächtig durchgerüttelt.

20.3.2012 Wellington 20 km

Nach einer durchregneten Nacht ist es heute Morgen wenigstens trocken.Wir beschließen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Wir parken beim Nationalmuseum Te Papa. Wir besuchen dieses sehenswerte Museum fast 4 Stunden. Wir kommen wieder raus und - es regnet. Egal, wir sind nur einmal hier. Also holen wir die Regenjacken aus dem Auto und besichtigen die Stadt. Um 19.00 Uhr sind wir wieder auf unserem Hotel-Stellplatz.

21.3.2012 Wellington - Pipiriki 269 km

Es regnet schon wieder in Strömen. Wir fahren auf der N1 Richtung Wanganui. Dort biegen wir ab auf die 4 und nach wenigen Kilometern westwärts Richtung Pipiriki abzubiegen. Wir fahren auf der "River Road" und passieren auf den 80 km durch den Regenwald viele kleine Maori-Siedlungen, die teilweise nur aus 2-3 Farmen bestehen.

Wir kommen an der Kauika Campsite vorbei. Obwohl geschlossen dran steht, ist der Besitzer - ein Veranstalter von Abenteuer-Touren - anwesend und er winkt uns rein. Wir stehen total alleine - mitten im Regenwald - auf seiner Wiese und genießen die himmlische Ruhe. Es ist wärmer, aber während ich noch unter dem Sonnenschirm sitze und den Tagesbericht schreibe, fängt es schon wieder an zu tröpfeln.

22.3.2012 Pipiriki - Otorohanga 222 km

Heute geht es über Taumaronui Richtung Otorohanga. Das sind hier Ortsnamen ! Aber es kommt noch besser, später! Es ist warm, aber bedeckt und ab und zu tröpfelt es mal. In Waitomo besuchen wir die Glühwürmchenhöhle. Man muss in ein Boot steigen und der Bootsführer zieht uns an einem Seil entlang ins Innere. Je tiefer wir in Höhle einfuhren, desto heller strahlte es an der Decke.
Danach fahren wir nach Otorohanga auf den Campingplatz. Auf den Plätzen gibt es immer Gemeinschaftsküchen. Hier kann man immer Kontakte knüpfen. Heute lernen wir ein junges Pärchen aus Dresden kennen, die Neuseeland mit dem Fahrrad umrunden wollen. Zeit dafür: 6 Monate. Bei dem Gedanken an 6 Monate jeden Tag Fahrrad fahren, freut man sich sogar über einen Apollo. Gegen Abend lässt sich tatsächlich noch die Sonne sehen.

23.3.2012 Otorohanga - Rotorua 217 km

Heute steht viel auf dem Programm: Zuerst fahren wir auf der N30 von Tekuiti nach Pureora. Dort laufen wir 30 Minuten auf dem Walk Track zum ältesten Baum Neuseelands. Es ist natürlich ein Kauri-Baum. Diese Riesen können bis 100 m hoch werden und 12 Leute können den Stamm nich umfassen.
Wir fahren nach Waiokapu und besuchen das Thermal-Wonderland. Hier sollte man allerdings nicht baden. Man läuft sicher 2 Stunden zwischen zahlreichen Vulkan-Geysiren hindurch. Alle sind noch aktiv und über hundert Grad heiß. In der Luft liegt ein modriger Geruch, bei den Schwefel Geysiren stinkt es nach ????, aber Gott sei Dank ist dies ja kein Geruchs-Internet.
Das war sehr beeindruckend. Natürlich können wir nicht alle Fotos zeigen. Jetzt geht es weiter auf der N5 nach Rotorua. Dies ist die Stadt mit den meisten tätigen Geysiren. 90% der Einwohner sind Maori. Unser Tourmanual sagt, hier müssen wir zum traditionellen Hangi (Essen aus dem Erdofen) gehen. Also halten wir in Whakarewarewa (Toll, oder ?) und buchen bei den Maori diese Abendveranstaltung für morgen Abend. Die Maori holen uns sogar am Campingplatz um 16.00 Uhr ab und bringen uns hinterher um 23.00 Uhr zurück. Wir fahren in Rotorua auf den Cosy Cottage Campingplatz.

24.3.2012 Rotorua Ruhetag

Auf dem CP gibt es 7 Erdöfen, in denen die Gäste ihr eigenes Essen zubereiten können. Nachbarn haben sich gestern Hühnchen, Kartoffeln und Gemüse gemacht. Dazu waren sie morgens einkaufen, haben alles zubereitet, in diesen speziellen Topf gegeben und es dann 7 Stunden in den Erdofen gestellt. Sie sagen es war köstlich. Wenn man hier an den Strand geht, muss man vorsichtig sein. Wer hier im Sand buddelt, verbrennt sich ganz schnell die Finger. Hermann nimmt ein Stück Holz und gräbt ca. 25 cm tief, hält die Hand rein und....verbrannt. Leider haben wir die Erdöfen nicht fotografiert, aber die gefiederten Freunde von Hermann.
Anschließend gehen wir noch zu Fuß durch Rotorua. Überall Maori-Häuser und jedes Haus mit eigenem Geysir. Überall in den Gärten dampft es irgendwo, teilweise sogar aus dem Straßenpflaster. Und natürlich über all dem immer dieser faulige Geruch.
Um 16.00 Uhr kommt unser Bus und holt uns ab. Als wir am Veranstaltungsort ankommen, stehen dort unendlich viele Busse. Wir werden in Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe bekommt einen eigenen Guide und dann geht es durch ein riesiges Geysir-Feld. Einer bricht alle 2-3 Minuten aus und erreicht eine Höhe von bis zu 20 mtr. Danach folgt eine Einführung in die Geschichte der Maori, dann eine Aufführung des berühmten Haka-Tanzes (Maori-Männer schneiden Grimassen und schreien, um die Feinde einzuschüchtern)und daran anschließend gibt es das Essen aus dem Erdofen. Es hat sehr gut geschmeckt.Danach werden wir wieder zurück zum CP gebracht.

25.3.2012 Rotorua . Otomarakau am Strand 136 km

Im strömenden Regen geht es heute über Whakatane, Te Puke nach Otomarakau. Hier finden wir direkt am Strand einen wunderschönen kleinen Campground. Mit uns stehen hier 4 neuseeländische Familien. Mittags kommt die Sonne raus und wir beschließen einen halben Tag Urlaub zu machen.

26.3.2012 Otomarakau - Tapu 306 km

Heute möchte Hermann den halben Tag Urlaub wieder herausholen. Wir sind schon um 9.00 Uhr in Te Puke am Kiwi360, einer Kiwi-Plantage, die auch Führungen macht. Die nächste soll um 10.00 Uhr starten. Da wir die Zeit nicht warten wollen, gehen wir wieder zum Auto. Die sehr nette Dame vom Empfang kommt schnell hinter uns her und erklärt uns, dass Rachel, ein Guide, ausnahmsweise jetzt mit uns eine Führung macht. Wir wissen jetzt auch, warum nur Asiaten zur Ernte eingeflogen werden. Ein Europäer könnte auf Grund seiner Größe, nicht den ganzen Tag un dem "Kiwi-Himmel" stehen und ernten.

Später probieren wir alle möglichen Kiwi-Produkte: Säfte (sehr lecker), Wein (brrh) und eine Kiwibeere (Kiwi als Baby) die wir nicht kennen, weil sie nicht transportiert werden können. Sie sind zu empfindlich, dafür aber sehr lecker.

Weiter gehts über Touranga , Richtung Coromandel. In Katikati bestaunen wir die vielen bemalten Fassaden.

Den Ort Waihi haben wir so schnell passiert (10 Häuser) dass wir die Goldmine dort übersehen haben. Immer weiter geht es auf den N2, in Whangamata trinken wir direkt am Strand Kaffee, die ganze Strecke ist heute zu schön um wahr zu sein. Hoffentlich geben die Fotos die vielen Grüntöne auf den Bergen und Wiesen auch wieder.

Wir umrunden die Halbinsel bis Coromandel. Hier erreichen wir um 16.30 Uhr den letzten Zug einer kleinen, privaten Schmalspurbahn durch den Busch. Die kleine Bahn überwindet in Serpentinen einen Höhenunterschied von 176 m. Oben angekommen gibt es einen Aussichtsturm. Um 18.00 Uhr sind wir wieder unten im Ort. Da wir hier nicht übernachten wollen, beschließen wir, die 37 km bis Tapu noch zu fahren. Gott sei Dank!  Da es schon später ist, kommen uns nur wenige Autos entgegen. Die Fahrbahn ist extrem schmal und sehr kurvig. Wir genießen die Schönheit der Strecke trotzdem. Man könnte wirklich an jeder Kurve anhalten und nur schauen. In Tapu angekommen, gefällt uns der dortige CP überhaupt nicht. Wir finden aber ein Hinweisschild auf einen Caravanpark in Tapu Creek, etwa 2,5 km ins Landesinnere. Da dies die Straße ist, die wir morgen sowieso zu den alten Kauri-Bäumen fahren müssen, biegen wir schnell ab. Der Caravanpark ist klein, urig und gemütlich. Wir sind die einzigen Gäste.

27.3.2012 Tapu - Mangawhai 296 km

Herrlicher Sonnenschein! Es geht weiter auf der wunderschönen 25, bis wir kurz hinter Mangatarata auf die 2 auffahren. Es geht wieder durch wunderschöne Landschaften. 45 km vor Auckland fängt eine 8spurige Autobahn mit Flüsterasphalt an. Wir können es gar nicht fassen, dass man sich in unserem Auto auch ganz normal unterhalten kann. Je näher wir Auckland kommen, desto dichter wird der Verkehr. Das sind wir garnicht mehr gewohnt. Es ist schon gut, dass wir unser Navi bei Boomerang bestellt haben. (Wir haben uns ein Tourenmanual zusammenstellen lassen. D.h. auf unserer geplanten Route sind alle Sehenswürdigkeiten mit Erklärungen und GPS-Daten zusammengestellt. Und auf dem dazugehörigen Navi sind gleich alle waypoints eingegeben.) Hinter Auckland, bei Orewa fängt wieder die einspurige 1 an und der Verkehr nimmt deutlich ab. Viele Sehenswürdigkeiten im Sinne von Touristenattraktionen, gibt es hier auf der Nordinsel nicht. Dafür gibt es gaaanz viel Landschaft. In Warkworth besuchen wir eine Honigproduktion und kaufen uns zwei Gläser des berühmten Manuka-Honigs, der angeblich auch Wunden heilt. Ein paar Kilometer weiter besuchen wir ein Siedler-Museum und machen einen 20minütigen walk zu den Kauri-Bäumen.

Ein paar Kilometer weiter kommen wir zur Sheeps World. Hier stehen als eyecatcher 8 rosa gefärbte Schafe auf der Wiese an der Straße. (Die spinnen, die Neuseeländer!) Hier wird die Arbeit mit den Hütehunden und den Schafen erklärt und vorgeführt. Leider kommen wir zu spät. Die letzte Vorführung hat vor einer Stunde begonnen. Wir beschließen auf der Rücktour wieder hierher zu kommen. In unserem Manual steht, dass man unbedingt in Matakana Blueberryeis essen muss. Eis essen, da muss man Hermann nicht lange bitten. Also zurück zum Abzweig und nach Matakana. Jeder 2 Kugeln Eis = 16 $. Aber es schmeckt wirklich toll! Dann geht es aber weiter nach Mangawhai auf den Campingplatz. Um 19.00 Uhr sind wir endlich da. Feierabend!

28.3.2012 Mangawhai - Whananaki 170 km

Morgens Sonnenschein. Das Auto wird über Nacht von aussen richtig nass, so viel Feuchtigkeit ist in der Luft. Wir fahren zeitig los Richtung Whangarei, dort besichtigen wie die Whangarai-Falls. Über Tutukaka und Marua geht es weiter Richtung Whananaki. 4 km weiter erreichen wir unseren CP. Mal wieder ein DOC-Camp (DOC = department of conversation and nature), das sind staatliche Naturplätze, die 1. günstig sind und 2. fast immer mitten in der Natur. Dieser Platz liegt direkt am Meer, es gibt sogar Duschen (kalt) und Toiletten. Ausser uns stehen nur Neuseeländer hier. Man muss schon die Liste der DOC-Camps haben, sonst findet man sie nicht. Und das wäre zu schade. Heute abend gibt es Steak und Tomatensalat. Es ist nur schade, dass man abends nicht vor dem Auto sitzen kann. Dafür ist es viel zu kalt.

In die Fotos habe ich noch ein paar besonders schöne Aufnahmen von gestern reingepackt.

29.3.2012 Whananaki - Paihia 120 km

Strahlender Sonnenschein, 28 Grad. So muss das Wetter um diese Jahreszeit eigentlich auch sein. Wir wollen auf "weissen" (klitzekleinen Nebenstraßen) Straßen nach Russell. Doch bereits nach 20 km kommt der erste Abschnitt "gravel road". Hermann sagt "Nein, Danke" und biegt nach 2 km rechts ab zur N1. Wir fahren entlang der Bay of Islands, hier bieten sich immer wieder die tollsten Aussichten. Erst fahren wir durch Regenwald und hinter der nächsten Kurve eine wunderschöne Bucht mit türkisfarbenem Wasser. Hier sind Häuser und natürlich auch die Schiffe größer und schöner. Hier wohnen die Reichen und Berühmten. Wir sind mittags in Russell. Wir essen fish'n chips Beefburger mit chips. Obwohl auf der Karte als Kinderportionen ausgewiesen, ist die Menge riesig. Die Neuseeländer haben riesige Portionen und essen auch immer alles auf. Ursprünglich wollten wir hier übernachten, aber so schön ist es auch nicht. Also setzen wir mit der Fähre über nach Paihia und übernachten auf dem Campingplatz an den Haruru Falls.

30.3.2012 Paihia - Maropiu Kaiiwi Lakes 186 km

Der Campingplatz ist heute morgen auch wunderschön. Bei der Abfahrt machen wir noch ein Foto von oben (s.o.). Heute wieder Sonnenschein und wir fahren quer rüber zur Westküste. Bei Rawene setzen wir mit der Fähre über und in Opononi gibt es - Na? : FISH'N CHIPS!!! Wir könnten das hier wirklich jeden Tag essen, so lecker und knusprig.

Weiter geht es auf der 12 Richtung Waipoua Forest. Hier soll der älteste und zweitgrößte Kauribaum auf Neuseeland stehen. Nach dem Besuch des Kauris fahren wir wieder zu einem DOC-Camp an den Kaiiwi Lakes. Wir stehen wunderschön direkt am See. Und Dank meinem Anti-Sandfly-Spray kann auch ich draussen sitzen und den Sonnenuntergang bestaunen. Hier findet morgen ein Kinder-Trial-Wettbewerb statt. Es sind schon viele Familien mit ihren Kleinen angereist. Und die flitzen "zur Probe" mit ihren Rädern über den Platz. Wir müssen morgen vor Beginn des Wettbewerbs um 9.00 Uhr hier weg sein, sonst müssen wir bis abends warten.

31.3.2012 Maropiu - Warkworth Sheepworld 150 km

Heute fahren wir weiter auf der 12 und besichtigen in Matakohe das Kauri-Museum. Wir schauen und staunen bis 12.00 Uhr.

Nun müssen wir uns aber beeilen. Es sind noch 60 km bis Warkworth zur Sheepworld, die dortige Vorführung der Hütehunde und der Schafschur beginnt um 14.00 Uhr. Wir treffen aber rechtzeitig ein und können sogar noch unseren heutigen Übernachtungsplatz auf dem angrenzenden Campingplatz beziehen. Pünktlich um 14.00 Uhr haben wir unsere Plätze eingenommen. Erst wird gezeigt, wie die Sheepdogs die Schafe eintreiben, wie sie in verschiedene Gatter sortiert werden und anschließend geschoren werden. Der Scherer zeigt Griffe und Kniffe wie er das Schaf hält, damit es vollkommen ruhig bleibt. Anschließend dürfen die anwesenden Kinder und die älteren Herren noch mit den Lämmern spielen.

1.4.2012 Warkworth - Auckland 70 km

In der Nacht wurden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, da hier in NZ jetzt die Winterzeit beginnt.Wir sind daher sehr früh wach und brechen zeitig auf. Wir müssen zwar nur 70 km fahren, bis auf den CP in Auckland, aber heute müssen wir die Koffer packen, da wir morgen früh das Auto abgeben und noch einige Tage im Hotel in Auckland verbringen. Hermann kann auch heute nicht viel machen, weil er seit heute morgen einen Hexenschuss hat. Aber ist tapfer und macht nach Kräften mit.

Der letzte Tag mit dem Auto; innen ist er jetzt sauber
Der letzte Tag mit dem Auto; innen ist er jetzt sauber

2.4.2012 Campingplatz - Hotel - Rückgabe b.Apollo 35 km

Heute morgen waschen wir das Auto noch von aussen und fahren dann zum Hotel, wo wir schon einmal unsere Koffer abgeben. Es klappt alles prima und um 12.30 sind wir dann bei Apollo und geben unser Auto ab. Um 14.00 Uhr sind wir wieder in unserem Hotel und beziehen unser Zimmer. Leider ist unser gebuchtes Zimmer nicht verfügbar und wir müssen "leider" eine Suite akzeptieren. Wir haben ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit offener Küche und ein Bad. Hermann nimmt erstmal eine Tablette und ruht sich etwas aus. Er hat ja jetzt wieder einen Fernsehen. Einen? Er hat gleich zwei. Im Bad steht sogar eine Waschmaschine, so dass ich noch ein paar Sachen waschen kann. Gleich gehen wir noch etwas essen und dann ab ins Bett.

3.4.2012 Auckland Hotel

Gestern Abend hatten wir großes Glück. Direkt in der Nähe vom Hotel haben wir ein sehr gutes Steak-Restaurant gefunden. Fleisch haben die hier, das schmeckt toll! Selbst Hermann mit seinen starken Rückenschmerzen hat das Fleisch trotzdem genossen. Heute morgen sind wir dann gleich zu einem Medcare gegangen, bei uns wäre es wohl so eine Art Gemeinschaftspraxis mit allen Sorten von Ärzten. Man meldet sich an, bezahlt erst einmal die Sprechstunde. Dann muss man warten, bis man aufgerufen wird. Wir kommen in eine kleine Abstellkammer (ohne Fenster) ein Schreibtisch, 2 Stühle. Einen für die Ärztin, einen für Hermann. Er wird ausführlich befragt, bekommt eine Spritze und ein Rezept. "Bitte wieder zur Rezeption und Spritze und Rezept bezahlen. Wenn es morgen früh vor dem Abflug nicht besser ist, kommen Sie noch einmal her." Danach sind wir noch in die Apotheke und haben die Medikamente gekauft. Hoffentlich helfen sie auch. Da uns Auckland sowieso nicht gefällt, gehen wir zurück ins Hotel. Das Wetter ist seit gestern auch schlechter geworden. Es ist stürmisch und es regnet. Dabei ist es allerdings noch relativ warm. Wir haben heute überhaupt keine Fotos gemacht. Gott sei Dank, morgen geht es nach Australien. Fazit über Neuseeland: Die Natur ist wunderschön, teilweise wirklich imponierend. Ansonsten gibt es hier Schafe, Riesenbäume und leckere Steaks. Und natürlich sehr nette Menschen. Würden wir nochmal herkommen? Nein! Uns hat Norwegen mit seinen Fjorden und seiner überwältigenden Natur mindestens genauso gut gefallen. Und der große Vorteil: Man muss nicht stundenland hinfliegen.

4.4.2012 Auckland/NZ - Sydney/AUS

Um 12.45 Uhr heben wir in Auckland ab. Um 14.25 Ortszeit landen wir in Sydney. Hermann hat immer noch Rücken. Wir kommen am Hotel an. Das Harbour Rocks Hotel. Was hatten wir uns gefreut! Seit 2003 wollten wir in den Rocks wohnen. Endlich ist es soweit. Hotelbeschreibung: Das charmante Boutique-Hotel inmitten des lebhaften Stadtteils The Rocks heißt Sie mit einem sehr zuvorkommenden Service (haha) freundlichem Personal (wo waren die?) und einem angenehmen Ambiente willkommen. So sah die Realität aus:

Was soll ich sagen: Das Hotel ist eine Baustelle, unser Zimmer im 3. Stock ohne Aufzug. Alle Fenster sind nicht dicht, daher ist es auch nachts sehr laut. In den Gängen riecht es stark nach Farbe. Das Treppenhaus kann nicht benutzt werden, wir müssen das Hotel über die Feuertreppe resp. das Personal-Treppenhaus verlassen und betreten. Gott sei Dank, bleiben wir hier nur zwei Nächte. Außerdem gehen wir morgens früh und kommen abends erst spät wieder. Wir kaufen direkt am Hafen ein 2-Tages-Ticket für den Hop-On-Hop-Off-Bus. Damit kommt man am schnellsten und günstigsten durch Sydney. Erst schauen wir nochmals die Stadt an, dann fahren wir nach Bondi Beach. Dies war Hermann's Hausstrand (vor 50 Jahren), hier in der Nähe hat er auch gewohnt und gearbeitet. Nach 3 Tagen steht für uns fest: Sydney ist nach wie vor eine schöne Stadt, aber sie entwickelt sich immer mehr zu einer asiatischen Metropole. Es scheint, dass in Neuseeland und auch hier der asiatische Bevölkerungsanteil stark zunimmt. Man kann kaum noch einen Unterschied feststellen, zwischen Hongkong, Auckland und Sydney. Hier noch ein paar Impressionen:

7.4. Sydney - Katoomba/Wentworth Falls 128 km

Wir stehen früh auf. Die Straßenreinigung war -wie die letzten Tage auch - um 6.00 Uhr wieder emsig. Und das am Ostersamstag. Wir wollen um 9.00 Uhr bei Apollo sein. Als wir ankommen, muss das Auto erst noch gewaschen werden und dann ist der Tank nur halbvoll. Es herrscht hier Hochbetrieb. Mit uns wollen weitere 10 Pärchen abgefertigt werden und ihre Fahrzeuge übernehmen. So ist es bereits 12.30 Uhr als wir endlich vom Hof rollen. Mal wieder zuerst zum Supermarkt. Man merkt an dem starken Verkehr, dass Ostern ist. Hier gibt es allerdings keine bunten Eier. Nur quietschbunte Deko-Artikel. Als der Einkauf erledigt und alles grob verstaut ist (zumindest so, dass es nicht quer durchs Auto rollt) machen wir uns auf den Weg nach Katoomba. Vorher besuchen wir aber noch die Wentworth Falls, die sich 300 m in die Tiefe stürzen. Leider ist kaum Wasser da. Weiter geht es Richtung Echo Point, wo wir die Three Sisters bestaunen. Dann geht es weiter bis zum Campingplatz. Wegen Ostern ist allerdings kein Platz mehr frei. Hermann beschließt ein Stück zurück zu fahren. Er meint, er hätte eine Picknick Area gesehen. Als wir allerdings wieder an den Parkplätzen bei den Wentworth Falls vorbei kommen, biegen wir schnell ab und fahren auf den menschenleeren Parkplatz.

 

8.4.2012 Wentworth Falls - Kangaroo Valley 236 km

Wie wir heute morgen feststellen, hatten noch zwei andere Camper die gleiche Idee. Leider ist es heute bedeckt, aber warm. Wir beschließen nach Wollogong bzw. Kiama zu fahren. Es geht durch wunderschöne Landschaften und der bedeckte Himmel stört uns nicht. Wir besichtigen die Blow Holes von Kiama.

Danach gehen wir zur I-Site (Tourismusbüro) und fragen nach einem Campingplatz. Wegen Ostern sind jedoch alle Plätze voll belegt. Aber - auch hier in Australien gibt es DOC-Camps. Man muss nur nach der Liste fragen.

Die Dame in der I-Site empfiehlt uns Richtung Kangaroo Valley zu fahren. Dort gibt es einen kostenlosen Campground direkt am Fluss bei Bendeela. Die Fahrt geht von Berry über die Kangaroo Valley Road, welche lt. Aussage der Dame in Kiama für Camper-Vans nicht befahrbar ist, da sie zu schmal und kurvig sei. Als wir auf die Straße abbiegen, steht dort noch einmal ein Warnhinweis. Wir fahren die Straße trotzdem und die nächsten 13 km geht es durch australischen Busch. Die Häuser liegen hier Hunderte von Metern abseits der Straße, nur zu erkennen durch die Einfahrten. Wir durchfahren Kangaroo Valley und biegen kurz hinter der Hamden Bridge (erbaut 1898) nach links Richtung Bandeela Camp Area ab. Als wir ankommen, entpuppt es sich als riesiges Campinggelände am Fluss, wo es im Moment ungefähr so voll ist wie zur Formel 1 am Nürburgring. Wie sind die ganzen Wohnmobile hierher gekommen, bei der "gefährlichen" Straße? An der Einfahrt stehen Sicherheitsleute und erklären uns, wo wir uns hinstellen können, dass der Platz kostenlos ist und dass wir uns heute Nacht nicht wundern sollen, wenn unser Fahrzeug wackelt. Dies würde verursacht, durch Wombats, die sich an den Achsen der Fahrzeuge den Rücken kratzen würden. Und übrigens, morgen früh könnten wir hier jede Menge Kängurus sehen. Sie wünschen uns viel Spaß und wir suchen uns ein Plätzchen. Gegen 16.00 Uhr kommt auch die Sonne wieder zum Vorschein. Abends sehen wir im Licht der Taschenlampe Wombats über den Platz laufen. Die Kinder verfolgen sie mit ihren Taschenlampen. Und nachts werden wir tatsächlich von Kratzgeräuschen unter dem Auto einmal geweckt.

9.4.2012 Kangaroo Valley - Currarong 83 km

Strahlender Sonnenschein hat uns geweckt. Wir brechen früh auf und besichtigen erst noch einmal die Hamden Bridge zu Fuß. Danach schlendern wir noch durch Kangaroo Valley und kaufen eine Kiste unseres geliebten VB. In Norwa schauen wir uns ein Army Flight Museum an. Hier stehen Flugzeuge und Hubschrauber vom 1. Weltkrieg bis zum Vietnam- und Irak-Krieg. Hermann findet es ssehr interessant und er bekommt von mir einen Coffee-to-Go-Iso-Becher mit Australien-Aufdruck (der Aufdruck war übrigens nach dem 3. Spülen futsch). Weiter geht es Richtung Küste nach Currarong. Ostern und die 2wöchigen Schulferien machen die Camping- plätze extrem voll.Aber wir bekommen noch ein Plätzchen und damit steht einer Dusche, einem VB und einem leckeren Steak nichts mehr im Weg.

10.4.2012 Currarong - Conjola Lake 155 km

Es hat die ganze Nacht geregnet. Heute morgen scheint wieder die Sonne, aber es ist sehr windig. Wir lassen es gemütlich angehen, denn wir wollen nur ein paar Kilometer weiter Richtung Jervis Bay. Als wir dort ankommen, müssen wir erst einmal 10$ Eintritt pro Person in den Nationalpark zahlen - weil er auf Aboriginie-Gebiet liegt. Alle anderen Nationalparks sind frei, nur die Abos wollen immer Geld - und das lassen sie noch von Weißen kassieren. Zusätzlich hätten die Herrschaften gerne noch 40$ für den Campground. Nein danke! Wir fahren weiter auf der 1 und finden auf unserer Karte einen Hinweis auf einen Lookout in den Bergen, der eine grandiose Aussicht verspricht. Außerdem könnte man dort übernachten. Um den Boyd Lookout zu erreichen, muss man ca. 8 km über Twelve Mile Road fahren. Hermann findet mit seinen Späheraugen auch den Abzweig und erklärt den "Buschpfad" für befahrbar. Der Pfad besteht nur aus Erde, d.h. es ist noch nicht einmal ein Schotterweg. Der Regen hat tiefe Furchen ausgewaschen und es ist mehr als holprig. Aber wir freuen uns auf ein einsames Übernachtungsplätzchen und rumpeln weiter. Zu Fuß wäre man schneller! Ca. 1 km vor dem Ziel müssen wie aufgeben. Die Furchen sind mittlerweile so tief, daß ich bis zu den Knien darin versinke. Es bleibt nichts anderes übrig als 900 m rückwärts zu fahren zum nächstmöglichen Wendepunkt. Dann geht es vorwärts wieder die 7,5 km zur Hauptstraße zurück. Wir sind froh als die Rüttelei endlich ein Ende und lachen uns trotzdem kaputt. Wir sind uns einig, dass nur "zwei Verrückte" wie wir so etwas anstellen. "Normale" wären doch garnicht erst in diesen Pfad hineingefahren. Was soll's, im Nachhinein war es doch lustig. Wir fahren dann bei der nächsten Abzweigung Richtung Strand und landen auf einem netten Big4-Platz am Lake Conjola.Ein mit dem Meer verbundener Binnensee, glasklar und noch richtig warm. Auch hier machen viele Australier Urlaub. Anders als in Neuseeland treffen wir hier kaum auf Europäer. Ich denke, es ist schon zu sehr Herbst.