12.6.2015

Heute machen wir uns auf in das Yukon-Gebiet. Wir verlassen die Provinz British Columbia und kommen in die Yukon-Territories. Vorher wollen wir aber noch Bisons sehen. Die nächsten 100 km sind bekannt für zahlreiche Büffel-Familien. Wir brauchen auch gar nicht lange zu fahren, da liegen sie schon am Straßenrand. Sie bleiben auf dem schmalen Grünstreifen, weil sie dort genug zu fressen finden und trotzdem nachts auf dem Asphalt der Straße liegen können. Der ist dann schön warm. Deshalb werden jährlich um die 30 Tiere tot gefahren.

Jetzt - gegen Mittag - erreichen Watson Creek, den ersten Ort im Yukon-Gebiet. Wir fahren die Touristen-Information an (hier gibt es meistens Internet) und decken uns mit Material bis Alaska ein. Hier, am Ortseingang, hinterlassen viele Reisende ein Schild - entweder mit ihrem Namen, oder von ihrem Fahrzeug oder , oder , oder. Bis jetzt sind es über 5000 Schilder und jährlich stellt die Stadt neue Masten auf.


 Aber im Laufe des Tages sehen wir noch viele dieser Tiere. Bei unserem Abstecher nach Carcross kommen wir an einem flachen See vorbei, in dem eine Elchkuh steht und im Wasser nach fressbaren Pflanzen sucht. Hermann steigt in aller Ruhe aus und als die Kamera "schußbereit" ist sieht sie sogar auf, so dass wir ein wunderschönes Foto von ihr bekommen. 

13.6.2015

Die Yukon Territories sind wunderschön, landschaftlich! Leider gibt es nicht viel Abwechslung. Wir durchfahren es jetzt den 3. Tag und mittlerweile betrachten wir es als Durchfahrt nach Alaska. Gegen Mittag läuft vor uns ein Bär über die Straße. Hermann meint aufgrund der Größe des Tieres und der hellen Farbe es wäre ein Grizzly. Bis wir angehalten haben und zurückgefahren sind, ist er auf dem Seitenstreifen fast verschwunden. Wir können noch einen letzten Blick auf ihn erhaschen, aber ein Foto ist nicht mehr drin. Schade! 

Wir erreichen Whitehorse und werden mit reichlich Infomaterial ausgestattet. U.a. auch Infos, was man an Lebensmitteln mit nach USA rüber nehmen darf. Keine Früchte, kein Gemüse und keine ungekochten Eier. 

Die Eier werden wir aufessen, da wir nicht wissen, wie es mit Fleisch aussieht (davon steht nirgendwo etwas - und der Tiefkühler ist voll) müssen wir uns darüber noch einmal in Dawson City erkundigen. Gegen Abend erreichen wir den PP Lake Laberge. Wir durchfahren ihn und finden kein freies Plätzchen mehr. Es ist schließlich Samstag und da sind die Kanadier auch alle unterwegs.Der freundliche Park Ranger weist uns noch ein freies Plätzchen vor dem Bootsslip zu und meint, da der Platz kein fire pit hätte, bräuchte wir auch nichts bezahlen. 

 

Gegen 21.00 Uhr kommen noch 2 Vans mit jungen Leuten, die ihre Zelte irgendwo aufbauen wollen. Doch auch dafür ist kein Platz. Hermann geht raus und spricht mit ihnen. Sie kommen alle fünf aus Düsseldorf (Pempelfort, Benrath und Oberkassel). Sie waren mit den Autos bis Inuvik. Nach vielem Beratschlagen zeigt Hermann ihnen den kleinen Rasenfleck an der Wasserpumpe. Da sie alle kaputt und müde sind, wird das Zelt dort aufgeschlagen und die Nachtruhe kann beginnen. Aber leider - es ist taghell und nachdem die fünf etwas gegessen haben und das Zelt steht, sind sie auch wieder hellwach. Ständig wird was aus den Autos geholt. Da es family vans sind, haben sie eine seitliche Schiebetür. MEHR braucht man da nicht sagen! Um 12.00 Uhr kehrt dann endlich Ruhe ein. Wir wundern uns, dass die Kanadier nichts sagen, denn bei denen herrscht ab 22.00 Uhr Ruhe. (Müssen ja auch früh wieder raus! haha!)

14.6.2015

Weiter gehts durch fast immer gleichbleibende Landschaft. Leider gibt es auch keine Tiere mehr zu sehen. Wir erreichen die kleine Ortschaft Pelly River Crossing mit einem gemeindeeigenen CP. In der Info steht, dass hier 366 Menschen leben. Es gibt aber nur 5 Häuser! Wir sehen eine alte Indianerfrau und den Dorfpolizisten. Mehr nicht!  Es sieht alles sehr ungepflegt aus. Es stehen schon mehrere Wohnmobile auf dem CP. Wir suchen uns auch ein Plätzchen und beschließen unser Auto - wenigstens von innen - mal ein bisschen vom Staub zu befreien. Hausputz muss auch hier ab und zu sein.