1.6.-7.6.2015


Wir nehmen den Hwy 1 über Calgary und erreichen -endlich nach 7.500 km- den Banff National Park. 5 km hinter dem Park Gate liegt das kleine Städtchen Banff (7.500 EW), welches jährlich von 3,3 Mio. Besuchern "überfallen" wird. Wir finden in einer kleinen Nebenstraße einen Parkplatz und schlendern durch den Ort auf der Suche nach der Touristen Information. Ein bisschen "indianisch" (darf man nicht sagen, es sind die "first nations") mutet das Häuschen an. Und drinnen arbeiten zu 50% first nations. Das Personal ist immer sehr nett, es gibt reichlich Infomaterial und ein paar wichtige Tips. 

Da es im Ort zu geht wie bei uns auf der Kö, machen wir uns schnell wieder auf den Weg, Richtung Natur. 

Dem Tip der jungen Dame aus dem Touristenbüro folgend, haben wir uns für einen CP mitten drin entschieden, der weder Strom noch Entsorgung bietet. Das gefällt den Kanadiern und den Besuchern aus den USA nicht so gut, die wollen immer alles "full-hook" haben, d.h. Strom (für die Klimaanlagen) und direkten Wasseranschluß und direkte Abwasserentsorgung. Deshalb ist der Platz nur zu 10% besetzt. 

Man kann sich hier kostenlos das Holz für die Grillstellen holen. Es ist klein gemacht und liegt in einem großen Berg vor den Sanitär-Containern. Es wird auch genau vorgeschrieben, wie eine "bear-clean-campsite" auszusehen hat. Hier in der Ruhe und der Natur lassen wir die letzten Tage noch einmal Revue passieren und vor allem verarbeiten wir die heutigen Eindrücke. Wir konnten gar nicht mehr aufhören zu fotografieren: Berge, Wälder, Flüsse, Seen, Rehe, Hirsche und mindestens 100 Erdmännchen.

6.6.2015

Wir standen auf einem campground im Jasper NP. Eigentlich noch auf dem Icefield-Highway. Der CP liegt auf dem Wilcox Pass in 2100 m Höhe. Man kann noch eine Wanderung 4 km höher machen und gegenüber den Athabascia-Gletscher sehen. Wir machen uns auf den Weg! Es geht immer steil bergauf bis zur absoluten Passhöhe, durch den Wald oder über freien Fels. Wir waren uns nicht sicher, ob Hermanns Knie das mitmacht. Aber es ging wunderbar. Da wir beide schon Sonnenbrand auf der Kopfhaut hatten, trugen wir brav unsere Kappen. Durch einen heftigen Windstoß ging meine neue Kappe "fliegen". Aber mein toller Retter hat sie mir wieder zurückgeholt.


Mit den folgenden Fotos lassen wir Euch teilhaben: