17.5.2015

Auf der Faehre von Nova Scotia nach New Brunswick

Ja, jetzt sind wir schon 4 Tage hier und haben Halifax, den Keji NP und Digby gesehen. Bisher / traumhaft! So schoen hatten wir es uns nicht vorgestellt. Wir wurden mit strahlendem Sonnenschein am Donnerstag abend empfangen. Dann gings mit dem Taxi zum Hotel, wo wir schon um 9 Uhr (deutsche Zeit 1 Uhr morgens) ins Bett gefallen sind. Am Freitag dann frueh aufstehen und zum Spediteur, von dort zum Zoll und danach mit dem Taxi zum Hafen. Und - Gott sei Dank - da stand er ja! Alles ok, nichts beschaedigt und sauber war er sogar auch noch. Dann gings durch die Stadt zurueck zum Hotel. Wir mussten noch auschecken und unser Gepaeck holen. Dann ab zum Einkaufen, Tanken und Gas tanken. War alles ein bisschen anders als bei uns - aber wenn man weiss, wie es geht, alles kein Problem. Dann fuhren wir auf den Campingplatz in der Naehe von Halifax. Jetzt musste erst mal umgeraeumt werden (sorry, wegen der vielen Umlaute - aber ich schreibe auf einer amerikanischen Tastatur, die keine Umlaute hat) alles was in den Schraenken blicksicher verstaut war, kam wieder an seinen urspruenglichen Platz und danach konnten dann die Einkaeufe eingeraeumt werden. Dann gabs das erste richtige Essen auf dem nordamerikanischen Kontinent. Ein gebratenes Haehnchen und viel suessen Fruchtsaft. Danach gings wieder frueh ins Bett - die Zeitverschiebung!

Samstag gings dann endlich richtig los. Unser erstes Ziel - der Keji National Park. Ca. hundert Kilometer westlich von Halifax. Der Verkehr hielt sich in Grenzen, die HWY sind breit , aber in einem fuerchterlichen Zustand. Tiefe Loecher, und ich meine "richtig tiefe Loecher". Der vergangene Winter hier war sehr hart und hat viel kaputt gemacht. Am Eingangshaeuschen des NP mussten wir einmal 25 $ fuer den Campingplatz entrichten und den Eintritt fuer den NP haben wir uns gespart, weil wir sofort eine Jahreseintrittskarte fuer alle kanadischen NP s gekauft haben. Fuer Hermann 58 $ und fuer mich 68 $. Das ist der Gegenwert von 5 normalen Eintrittsgebuehren, das rechnet sich also.

Dann fuhren wir noch ca. 4 km bis wir den eigentlichen CP erreichten. Das waren einzelne Plaetze mitten im Wald. Jeder Platz mit einer Feuerstelle und einem Picknicktisch ausgestattet. Abends konnte man dann die vielen Lichter der einzelnen campfire sehen. (das sollten die mal in D machen, mitten im Wald alle 50 Meter ein Feuer!) Aber auch die Kanadier gehen bei dieser Ruhe frueh ins Bett. Und danach sah man ueber uns nur noch die vielen Sterne. Wir machten vor dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang immer am Wasser entlang und doch durch dichten Wald. Eben so, wie man sich Kanada ertraeumt.

Am naechsten Morgen verliessen wir den NP und machten uns auf Richtung Digby, einem kleinen Ort an der Nordkueste von Nova Scotia, von dem die Faehren nach Saint John in New Brunswick losfaehrt. Wir liefen zuerst das Ticketbuero an und kauften das Ticket fuer morgen frueh. Wir muessen dann schon um 7 Uhr am Anleger sein, denn um 8.00 Uhr legt die Faehre ab. Danach schauten wir uns Digby an und uebernachteten am Faehranleger. Dann ist der Weg nicht so weit!

Heute morgen Auto in der richtigen Wartereihe geparkt und Punkt 7.30 Uhr begann die Verladung. Jetzt ist es 8.10 Uhr und wir sind schon auf grosser Fahrt. Die Ueberfahrt dauert ca. 3 Stunden (ca. 75 km). Fotos kann ich hier vom Schiff leider nicht hochladen, da muesst Ihr warten bis wir wieder einen CP anlaufen. Wir denken aber, dass wir woechentlich einen Bericht schicken koennen. Mal sehen.

18.5.2015

Die Überfahrt mit der Fähre war ruhig. Um 11.00 Uhr sind wir schon in Saint John in der Provinz New Brunswick. Wir machen uns auf zum Fundy National Park, den wir allerdings auf dem durchführenden Hwy nur durchfahren. Dieser NP ist etwas für Vogelbeobachter. Am Ende des Parks befindet sich ein alter,restaurierter Leuchtturm, den wir abends gegen 18.00 Uhr noch besichtigen. Das Wetter ist traumhaft und die Küste der Bay of Fundy sieht in der Abendsonne sehr malerisch aus. Danach fahren wir zu den berühmten Hopewell Rocks, wo wir auf einer rest area wunderbar ruhig übernachten. Wir haben heute leidvoll erfahren müssen, dass die Saison hier wirklich erst Anfang Juni beginnt. Fast alle Campingplätze sind noch geschlossen, viele Cafes und Restaurants ebenso. 

19.5.2015

Heute wollen wir Strecke machen und vielleicht noch die Provinz Quebec erreichen. Unterwegs durchfahren wir auch den Kouchbrouguac NP. Die Straße ist rechts und links von dichtem Tannenwald gesäumt. Ich traue meinen Augen nicht, als ich meine, am Waldrand einen kleinen Schwarzbären zu sehen. Ich sage Hermann er solle bitte anhalten und zurückfahren, denn "ICH habe einen Bären gesehen". Einziger Kommentar: "Du spinnst". Aber er fährt doch zurück und siehe da: Der Bär sitzt da wie bestellt und nicht abgeholt.Wir beobachten ihn bestimmt fünf Minuten, bevor der Bär langsam wieder in den Wald hinein verschwindet. Aber wir haben natürlich Beweisfotos!!!!


19.5.2015

Nach der "Bärensichtung" kriegt sich Hermann den ganzen Tag nicht mehr ein, dass  ICH den Bär zuerst gesehen habe und nicht ER.Wo er doch der "Jäger und Sammler" bei uns ist. 

Bei sehr wechselhaftem Wetter fahren wir Richtung Provinz Quebec. Um 17.00 Uhr überqueren wir die Provinzgrenze und gewinnen eine Stunde. D.h., jetzt ist es erst 16.00 Uhr. Das ist auch gut so, weil wir noch mindestens 2 Stunden Fahrtzeit bis zu unserem heutigen Tagesziel, dem Lac Matapedi brauchen. Die Provinz Quebec "gehört" ja den Franko-Kanadiern. D.h., hier wird tatsächlich kaum ein Wort Englisch gesprochen. Sogar alle Beschilderungen sind hier nicht zweisprachig, sondern nur in französisch. Dafür gibt es im Supermarkt aber auch größtenteils französische Produkte - vom leckeren Baquet bis zum Croissant und Paté und Wein. Mit unseren paar Brocken französisch kommen wir aber ganz gut klar. Abends am Lac geht ein regelrechtes Unwetter nieder. Mit Wetterleuchten, Hagel und Starkregen. Im Auto ist es dafür doppelt gemütlich und schön warm. Heute waren es nur 11°.

20.5.2015

Bei strömendem Regen und Starkwind machen wir uns auf Richtung St. Lawrence-Strom. Diesem folgen wir in westlicher Richtung bis zum Ort Trois Pistoles. Hier wollen wir mit der Fähre auf die andere Seite. Um 14.00 Uhr sind wir am Fähranleger. Der sehr nette Terminal-Mitarbeiter holt erst einmal sein Massband und dann wird unser Auto nach Länge und Breite vermessen. Dann gibt's eine Bestätigung über Länge und Breite. Daraus ermittelt der Kassierer auf der Fähre den Preis für die 28 km über den Strom. In unserem Reiseführer steht: PKW kosten 40 $, Personen je 20$.

Na das ist doch mal günstig, wenn die Alternative wäre, auf dieser Seite bis zur Stadt Quebec zu fahren, wo es die erste Brücke über den Strom gibt. Beim Bezahlen traut Hermann seinen Ohren und Augen nicht: 176,54 $ müssen wir zahlen. Wir sind halt ein Wohnmobil und kein PKW. (wobei unter PKW nur kleinste Fahrzeuge fallen; auf keinen Fall gehören Pick Up's in diese Kategorie. Denn auch diese Fahrer müssen 120 $ zahlen. Um 15.00 Uhr legen wir ab und sind wegen der hohen Wellen statt nach 90 Minuten erst nach 2 Stunden auf der anderen Seite. Dann fahren wir noch in westlicher Richtung weiter bis zum Mündungsgebiet des Saguenay-Fluss. Hier lebt eine Kolonie von Beluga-Walen. Und das ganzjährig. Wir wollen morgen - sofern der Veranstalter schon fährt - eine Tour mit dem Schlauchboot dorthin machen. Die Touristen-Info ist noch zu, ebenso der Campingplatz. Bei unserem Glück hat auch der Veranstalter noch zu. Mal sehen. Auf alle Fälle wollen wir dem Fluss Saguenay (der durch einen Gletscher entstanden ist) 120 km ins Landesinnere folgen. Seit wir die nördliche Seite vom Lawrence-Strom erreicht haben, ist es wieder trocken und sonnig. Aber weiterhin kalt: 6°!

22.5.2015 

Sind heute Mittag in Quebec auf dem Campingplatz eingetroffen und haben jetzt internet-Zugang.

Vielen Dank für die lieben mails und die Einträge im Gästebuch. Wir können Euch versichern, uns geht es blendend. Wetter durchwachsen, Essen gut - also, alles bestens!

Morgen machen  wir eine Stadtbesichtigung und wollen auf diesem Wege auch eine sim-Karte von Kanada kaufen. Denn auf den meisten Campingplätzen läuft ohne eine telefonische Vorab-Reservierung nichts. Und das wollen wir natürlich nicht über die deutschen Nummern machen. Gott sei Dank, habe ich genug Handys mitgenommen. Es bleiben also unsere beiden deutschen Nummern bestehen und wenn es klappt, gibt's ab morgen eine kanadische Nummer dazu. Unseren Freunden Hans + Heiner (und dem gesamten Anhang) wünschen wir einen ganz tollen Urlaub. Und viele schöne Eindrücke. Sammelt fleißig Eure Reiseberichte, denn wir wollen auch einmal dort hin. 

So, morgen gibt es wieder einen ausführlicheren Bericht.

23.5.2015

Heute stand Quebec auf dem Programm. Gott sei Dank - strahlender Sonnenschein, aber....-....kalt!!! Direkt vor dem CP ist die Bushaltestelle. Um 9.47 kommt der Bus auch endlich. 1.Etappe 1 Stunde Fahrt, dann umsteigen und noch einmal eine 3/4 Stunde sind wir mitten im Zentrum. Beim Busfahren muss man das Geld genau passend haben und in einen "Geldzylinder" werfen und dann bekommt man vom Fahrer seine Tickets.Wir schauen uns ca. 3 Stunden um (gefühlte 6 km bergauf und bergab. Ja Quebec ist sehr hügelig). Am Hafen besuchen wir den örtlichen Wochenmarkt und da es dort auch kulinarische Köstlichkeiten gibt, kaufen wir überall etwas zum "auf die Hand nehmen". Alles ganz locker und easy hier. Danach laufen wir zurück zum Busbahnhof und sind nach 2 Stunden wieder auf dem CP. Nun kann in Ruhe alles mitgeteilt werden. Wir haben vorerst nur noch heute internet. Es stellt sich hier als sehr schwierig heraus eine kanadische sim-Karte zu kaufen. Es ist nicht wie bei uns - an jeder Ecke ein Handyladen. In ganz Quebec gibt es drei Läden, wo man solche Karten kaufen kann. Leider alle sehr weit vom Zentrum entfernt. Wir werden morgen mit dem Auto einmal unser Glück versuchen. 

Gestern haben wir noch den Montmorency Wasserfall besucht, der fast ganz Quebec mit Strom versorgt. Er hat eine Fallhöhe von 89 Metern. Das ist immerhin 30 Meter höher als die Niagara Falls. 

Ein paar Impressionen von Quebec und diesem wirklich imposanten Wasserfall kommen jetzt.